Ansbach Plus | 26. Mai 2017 AN + | 26.05.2017

Aus Ansbach nach Kirgisistan – Studium in Zentralasien

Sommerschule in Kirgisistan

Wenn andere Studierende die Ferien genießen, setzt er sein Studium in Ansbach an einem fremden Ort fort: Tom Wolfertstetter hat einen großen Schritt gewagt, er war während der Semesterferien für drei Wochen in Kirgisistan. Tom Wolfertstetter war bereit für neue Herausforderungen: „Kirgisisch muss man nicht können, da fast alle Kirgisen Russisch sprechen. Aber Russisch konnte ich vorher auch nicht.“

 Im Bild: Wolfertstetter probiert in einer Yurte das Nationalgetränk Kumys. Rechts ein Blick in eine Turbinenhalle im laufenden Betrieb.

Sommerschule

Die Sommerschule ist eine Kombination aus Seminaren, Sprachkursen und Exkursionen. Junge Menschen aus unterschiedlichen Nationen und aus Kirgisen bilden eine Studierendengruppe. Durch die Förderung des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) konnte er seine Erfahrungen an der Hochschule Ansbach im Masterstudiengang „Energiemanagement und Energietechnik“ (EMT) gewinnbringend auf die Praxis anwenden. „Das Hauptthema dort ist die Wasserkraft. In Deutschland ist vieles bis ans Limit ausgebaut, weil es hier nicht so viele Flüsse mit entsprechendem Gefälle gibt.“

Alte Anlagen

Doch auch der Strommarkt in osteuropäischen Ländern, die Turbinentechnik und die oft noch sowjetisch geprägten alten Anlagen interessierten den Master-Studenten und waren auch Hauptthema in den kirgisischen Vorlesungen. In den Vorlesungen halfen Tutoren dem Ansbacher Studenten dabei, alle Inhalte zu verstehen. Die Wasserkraft ist dort eine günstige Energiequelle, auch der Strompreis ist niedriger als in Deutschland. Wolfertstetter durfte auch im laufenden Betrieb den Turbinenraum eines Wasserkraftwerks besichtigen: „Die Anlagen sind doch etwas altmodisch. Das liegt daran, dass dem Land die Investoren fehlen. Die politische Lage ist nicht sehr stabil, die letzte Umwälzung ist erst sechs Jahre her.“

Master an der Hochschule Ansbach

Tom Wolfertstetter, der seinen Bachelor im Studiengang „Technologie Erneuerbarer Energien“ in Triesdorf gemacht hat und jetzt im zweiten Semester an der Hochschule Ansbach „Energiemanagement und Energietechnik“ studiert, sieht noch großen Handlungsbedarf vor Ort: „Die Wasserkraftanlagen sind dort teils über 80 Jahre alt, produzieren aber über 90 % des gesamten Strombedarf des Landes.“

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