Ansbach Plus | 25. April 2017 AN + | 25.04.2017

Berufsunfähigkeitsversicherung: So beeinflusst Übergewicht die Beitragshöhe

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Wer mehr wiegt, muss auch mehr zahlen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat in einer aktuellen Studie festgestellt, dass die Zahl übergewichtiger Menschen in Deutschland weiter zugenommen hat. 59 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen in Deutschland leiden demzufolge an einem zu hohen Gewicht. Besonders Berufstätige sind davon betroffen: Fast drei Viertel der Männer sowie mehr als die Hälfte der Frauen sind am Ende ihres Berufslebens übergewichtig. Dies hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf den Alltag der Personen, sondern auch auf den Abschluss einer wichtigen Versicherung: Der Berufsunfähigkeitsversicherung. Doch wie genau wird der Abschluss einer BU durch das Gewicht der Antragsteller beeinflusst? Diese und andere Fragen beantwortet das Versicherungsportal ​Getsurance​.

Symbolfoto Übergewicht – Foto: Pixabay

Welchen gesundheitlichen Risiken stehen übergewichtige Menschen gegenüber?

Generell erhöht sich das Risiko für Krankheiten, die durch Übergewicht bedingt sind, je länger der Zeitraum des Übergewichts andauert. Am häufigsten treten als sogenannte Folge- und Begleiterkrankungen diese Gebrechen auf:

  • Gicht
  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkte
  • Arthrose
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Diabetes Mellitus Typ 2
  • Rückenschmerzen
  • Schlaganfälle

Gleichzeitig erhöht sich das Risiko für Sexualhormonstörungen sowie bestimmte Krebserkrankungen wie Brust-, Prostata- oder Gebärmutterhalskrebs um bis zu 100 Prozent. Auch Operationen, die wegen dieser Erkrankungen notwendig werden können, stellen ein größeres Risiko dar als bei normalgewichtigen Menschen, da sich die Gefahr von Komplikationen erhöht.

Wie beeinflusst Übergewicht die Beitragshöhe einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Alle Versicherer setzen den Body-Mass-Index (BMI) als Grundlage für ein mögliches Übergewicht an. Dieser drückt aus, in welchem Verhältnis das Gewicht zur Körpergröße steht. Liegt dieser Wert zwischen 18,5 und 25 (bei Männern und Frauen), so liegt das Gewicht im Normalbereich. Ab einem Wert von 25 gilt man als übergewichtig, ab 30 als fettleibig (Adipositas).

Beispiel: Mann, 27 Jahre, 1,80 m groß, kein Raucher und komplett gesund mit verschiedenen Körpergewichten.

Gewicht:

BMI:

Zuschlag:

75 kg

23

Normaltarif (kein Zuschlag)

90 kg

28

Normaltarif oder 25 % Zuschlag, abhängig vom Versicherer

97 kg

30

25 % Zuschlag bei den meisten Versicherern

110 kg

34

       75 % Zuschlag bei einigen Versicherern, andere lehnen bereits ab

Was gilt es bei der Gesundheitsprüfung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu beachten?

Vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung verlangen alle Anbieter eine Übersicht mit bereits vorhandenen Vorerkrankungen. Bei dieser Überprüfung spielt auch das Gewicht des Antragstellers eine Rolle, welches ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krankheiten mit sich bringen kann. Anhand der Fakten, welche bei der Gesundheitsprüfung abgefragt werden, ermitteln die Versicherer, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Berufsunfähigkeit eintritt. Dabei spielen auch das Alter, der Beruf, die Hobbys und vergangene Behandlungszeiträume eine Rolle. Bei allen Gesundheitsfragen gilt: Keine Vorerkrankungen verschweigen, alles ehrlich und nach bestem Wissen und Gewissen angeben! Wenn Dinge bei den Gesundheitsfragen beschönigt oder gar verschwiegen werden, kann das im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Versicherungsschutz komplett entfällt. Daher: bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung immer die Wahrheit sagen!

Welche Wege gibt es, eine BU ohne diese Zuschläge zu erhalten?

Generell gilt: Die Versicherer sehen auf den Anträgen lediglich das Gewicht und die Körpergröße. Es macht dabei keinen Unterschied, ob das Übergewicht aufgrund von Fett oder durch Muskeln (z.B. bei Bodybuildern) zustande kommt. Wird bei Abschluss der Versicherung jedoch darauf geachtet, dass diese eine Nachbesserungsklausel enthält, so besteht die Möglichkeit, das eigene Gewicht und damit den BMI zu senken und der Versicherung anzugeben. So lassen sich die Beiträge im Nachhinein reduzieren.

Quelle: Pressemitteilung Getsurance

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