Ansbach Plus | 18. August 2017 AN + | 18.08.2017

Zopf ab!: Warum die 8-jährige Annika ihre Haare spendet

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Annika lässt sich ihre Haare für einen guten Zweck abschneiden

„Zopf ab!“ unter diesem Motto ruft die Charity-Aktion „Rapunzel“ vom Bundesverband der Zweithaarspezialisten (BVZ) zur Haarspende auf. Ein besonders junge „Haarfee“ hat sich im Ansbacher Friseursalon Lyer getraut und ihre lange Mähne abschneiden lassen.

Haare ab: Annika mit Friseurmeister Jörg Lyer und ihrer Mutter – Foto: Nina Wittmann

Als die 8-jährige Annika aus Oberhembach in den Friseursalon von Jörg Lyer kommt, macht sie eine klare Ansage: „Einmal abschneiden bitte!“ Ihre langen brauen Haare sollen weg, das hat auch einen wichtigen Grund, denn die Zweitklässlerin möchte anderen Kindern, die aus gesundheitlichen Gründen nur wenig Haare oder gar keine Haare mehr haben, ihre eigenen schenken. „Meine Haare wachsen ja wieder nach“, so Annika.

Begleitet wird sie an diesem Tag nicht nur von ihrer Mutter, sondern auch von Fotografin Nina Wittmann, die das Vorhaben von Annika in Bildern festhält, um auf die Charity-Aktion in den Medien aufmerksam zu machen. Die Aktion des BVZ sammelt Echthaar, das jedes Jahr im Rahmen einer Versteigerung an den meistbietenden Haarwarenhersteller abgegeben wird, der Erlös wird an eine gemeinnützige Institution gespendet. Der Erlös der Versteigerung vom April 2017 und damit auch das Geld von Annikas Haare werden an den Verein „Aktion Pink“ gehen. Mit dem Geld wird das Projekt der „HomeDoctors“ finanziert. „Home Doctors“ sind die Partner der an Brustkrebs erkrankten Frauen und Männer.

Von der Langhaarfrisur zum Bob – Foto: Nina Wittmann

Wer kann Haare spenden?

Nachdem die Haare des Spenders zuerst zu einem Zopf geflochten, fixiert und dann abgeschnitten werden, vermittelt Friseurmeister Jörg Lyer, dessen Friseursalon auch Mitglied des BVZ ist, die Haarspende an den Verein weiter. „Grundsätzlich kann man sich bei jedem Friseur seine Haaren abschneiden lassen und dann selbst an den BVZ schicken“, so Lyer.

„Um Haare spenden zu können, sollten diese mindestens 30 Zentimeter lang sein, wichtig ist, dass es sich um chemisch unbehandelte Haare handelt, also diese nicht gefärbt sind oder man eine Dauerwelle hat“,  erklärt Jörg Lyer. Der Friseurmeister hofft auf weitere Spender aus Ansbach, auch wenn die Aktion bekannter wird, wissen die meisten noch nicht, dass Haare nicht in den Müll gehören, sondern ein wichtiger Rohstoff sind, mit dem anderen Menschen geholfen werden kann, so Jörg Lyer.

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