Ansbach Plus | 16. August 2017 AN + | 16.08.2017

Klimatelegramm Dezember 2016

... wenn die Wintersonne durch den Nebel im Wald bricht und der Reif zu spiegeln beginnt... Foto: Hans-Martin Goede

… wenn die Wintersonne durch den Nebel im Wald bricht und der Reif zu spiegeln beginnt… Foto: Hans-Martin Goede

ANSBACH (hmg) – „Es will Weihnachten werden…“, das war die wohl einzig sichere und zuverlässige Prognose im Dezember 2016 in Ansbach. Denn der Winter machte eigentlich immer wieder nur Hoffnung, dass er kommt, aber er kam nicht. Zwar gab es vom 5. bis 7. Dezember im östlichen Stadtgebiet von Ansbach erstmals seit Februar 2015 wieder richtig kräftigen „Industrieschnee“ (siehe gesonderter Bericht), doch „echten“ Schneefall suchte man in und um Ansbach im Dezember vergeblich. Immerhin: Etwas Eisregen wurde am Abend des 22. Dezember geboten.

Es herrschte fast den gesamten Monat über eine stabile Hochdruckwetterlage, die das Barometer gar zu Höchstleistungen brachte mit bis zu 1045,4 hPa am 28. Dezember (sowie einen mittleren Monatsluftdruck von stolzen 1032,0 hPa!) – so hoch lagen die Werte zuletzt am 16. Februar 2008 mit 1045,5 hPa. Doch mehr als zu einer Inversionswetterlage mit mäßig (schwachen) Nachtfrösten reichte es nicht.

Immerhin kam das „Weihnachtstauwetter“ wieder einmal mehr als pünktlich, „heizte“ uns mit bis zu 7,4 Grad plus (26.12. in Schalkhausen), Wolken, wenig Regen und viel Wind ein. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Dezember am Ende marginal zu warm endete.

Dem Hochdruckwetter verdanken wir allerdings eine extreme Trockenheit in der Region: Seit 1975 war kein Dezember mehr so trocken wie der 2016er Jahrgang. Seit Aufzeichnungsbeginn 1879 waren nur sieben Dezembermonate noch trockener als der Dezember 2016.

Das Jahr 2016 insgesamt war in Ansbach extrem warm, es zählt zu den zwölf wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn 1879 überhaupt. Das letzte (marginal zu kühle) Jahr war in und um Ansbach übrigens in 2010. Wenigstens war 2016 in Ansbach das erste zu nasse Jahr seit 2007 – was aber ausschließlich den Rekordniederschlägen des Hagelunwetter am 29. Mai 2016 zu verdanken ist. Ohne diesen Tag in der Statistik wären das Jahr zu trocken gewesen…

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