Ansbach Plus | 24. August 2017 AN + | 24.08.2017

Worte der Oberbürgermeisterin Carda Seidel zum Jahreswechsel 2016/2017

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Liebe Ansbacherinnen und Ansbacher,

in den Medien dominierten 2016 Nachrichten über Katastrophen, Krisen, Kriege und wachsenden Terror. Positive Meldungen, wie der hohe Beschäftigungsstand und die ausgesprochen gute Wirtschaftslage in Deutschland sowie daraus resultierend hohe Einnahmen für Bund, Länder und Kommunen traten fast in den Hintergrund. Auch Ansbach profitiert von der guten Finanzlage des Freistaates und das nicht nur bei der 54 Mio. € großen Investition in den Finanzcampus. Ein besonderes Weihnachtsgeschenk erhielten wir zudem nach jahrelangem, zähen Ringen von Freistaat und DB: der Ansbacher Bahnhof wird bis 2021 barrierefrei ausgebaut. Besten Dank an alle, die das möglich gemacht haben!

Viele Ansbacher Unternehmen freuten sich 2016 über eine hervorragende Entwicklung und stärkten mit zahlreichen Investitionen den Wirtschaftsstandort. Internationale Beachtung fand die Errichtung der sog. „Speedfactory“ durch die Oechsler AG in Kooperation mit Adidas. In vollautomatisierter Produktion werden hier in Kürze supermoderne Sportschuhe hergestellt und damit die Produktion solcher Artikel erstmals aus Asien zurück nach Deutschland geholt. Das Wachstum der Unternehmen sorgte zudem für eine kontinuierlich rege Nachfrage nach städtischen Gewerbegrundstücken. Mit dem derzeit in der Erschließung befindlichen, 32 Hektar großen Gewerbepark Elpersdorf können wir interessierten Unternehmen auch künftig sehr flexible und in jeder Hinsicht bestens angebundene Gewerbeflächen anbieten.

Die guten Einnahmen aus Gewerbesteuer und Steuerbeteiligungen machten 2016 in Ansbach weitere große Investitionen in Schulen, Straßen und Infrastruktur möglich und auch der Mega-Haushalt 2017 profitiert von der guten Wirtschaftslage. Herzlichen Dank an alle fleißigen Unternehmerinnen und Unternehmer und alle Beschäftigten! Zwei neue Wohngebiete in Hennenbach und Höfstetten bieten Ansbachern und Neubürgern – neben attraktiven Wohnprojekten privater Investoren – beste Wohnmöglichkeiten vor Ort. Im Kirchenweg entstehen zudem aktuell acht städtische Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen. Wichtige Impulse für die Innenstadt liefern die Neugestaltung der Neustadt und die Sanierung des Rathausareals mit Schrammhaus u.a. mit Räumlichkeiten für bürgernahe Angebote. Die millionenschwere Generalsanierung der Berufs- und Wirtschaftsschule kommt gut voran. Die Sanierung des maroden Altbaus der Weinbergschule soll bis Herbst 2018 abgeschlossen sein. Daneben wird es viele weitere Verbesserungen an Schulen und Kindergärten geben. Unsere größte Straßenbaumaßnahme Promenade/Maximilianstraße strebt ihrem erfolgreichen Abschluss zu – dies im Zeit- und Kostenrahmen. Die Straßen im Beamtenviertel und die OD Kurzendorf konnten im September eingeweiht werden. Die Straße am Drechselsgarten steht auf dem Programm 2017 und ebenso ein Teil des Ernst-Körner-Rings. Zudem sind zahlreiche Verbesserungen an Straßennetz, Radwegenetz und für die Barrierefreiheit vorgesehen. Die zukünftige Entwicklung Ansbachs haben wir bei der integrierten Stadtentwicklung im Blick. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet hier die Innenstadt. Ebenfalls einen Blick in die Zukunft werfen wir mit den ersten Planungen für die künftige Nutzung der Barton Barracks. Hierbei soll die Erweiterung unserer hervorragenden, schnell wachsenden Hochschule eine maßgebliche Rolle spielen.

Große Sorgen bereitet uns ANregiomed. Der Turnaround ist überfällig und muss 2017 stattfinden mit einem straffen „Gesundungsplan“ mit ganz konkreten Maßnahmen und Zielen, die konsequent unter Mithilfe aller im Unternehmen umgesetzt werden. Von der Führungsmannschaft erwarten wir, dass sie ihre Führungsaufgaben mit Mut und Weitblick wahrnimmt und das Unternehmen zusammen mit der Belegschaft auf einen tragfähigen Kurs bringt, damit auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige, umfassende und durch die Träger finanzierbare Gesundheitsversorgung für Stadt und Region sicherstellt werden kann. Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, bitte ich, nutzen Sie die hervorragenden medizinischen und pflegerischen Leistungen unseres ANregiomed.

Am 24. Juli – mit dem Anschlag am Rande der Ansbach Open – erschütterte der Terror auch unsere Stadt, doch Ansbach zeigte sich mutig und besonnen. Noch einmal von Herzen Dank an alle, die uns in dieser schwierigen Situation helfend zur Seite standen. Meinen größten Respekt Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger. Sie haben deutlich gemacht, dass wir uns nicht in unserer Freiheit einschränken lassen und zudem den eingeschlagenen Integrationskurs fortsetzen wollen. Herzlichen Dank dafür!

Die Integration der Menschen, die bei uns bleiben, in Gesellschaft, Ausbildung und Arbeitsmarkt ist denn auch eine der ganz großen Herausforderungen. Integration wird gelingen, wenn alle daran mitwirken – insbesondere auch die derzeit ca. 600 Flüchtlinge selbst. Zudem dürfen wir die Bedürfnisse unserer eigenen Bevölkerung nicht aus den Augen verlieren. Mein besonderer Dank gilt den vielen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen, die mit hohem Engagement aktiv zu einem reibungslosen Miteinander vor Ort und einer Integration beitragen. Mit dem Projekt „ANkommen in Ansbach“, dem „Ansbach-Pakt“ und neu dem „Ansbacher Beschäftigungsprogramm“, legen wir seitens der Stadt Ansbach die Basis für eine gelingende Integration und fordern dabei die Mitwirkung der Flüchtlinge ein.

Soweit einige Blicke zurück und ins neue Jahr. Liebe Ansbacherinnen und Ansbacher, ich danke vor allem Ihnen, für Ihre Unterstützung und ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement, dem Stadtrat und meinen Mitarbeitern für die sehr gute und engagierte Arbeit! Herzlichen Dank an alle, die sich für das Beste unserer Stadt einbringen! Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam die Zukunft gestalten und die Möglichkeiten in Taten verwandeln. Dann werden wir auch die kommenden Herausforderungen meistern.

Ich wünsche Ihnen ein rundum glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2017!

Ihre
Carda Seidel
Oberbürgermeisterin

 

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