Ansbach Plus | 16. August 2017 AN + | 16.08.2017

Wie sicher ist die Silvesterparty auf dem Martin-Luther-Platz?

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Anfragen an Stadtverwaltung und Veranstalter

Die Silvesterparty auf dem Martin-Luther-Platz zieht jedes Jahr viele Besucher an. Doch der Terroranschlag in Berlin auf den Weihnachtsmarkt sowie der Anschlag im Sommer bei den Ansbach Open lassen bei vielen Menschen ein mulmiges Gefühl aufkommen. Ein Sicherheitskonzept kann hier beruhigen und Ängste nehmen. Doch die Stadtverwaltung gibt sich trotz mehrfacher Nachfrage in der vergangenen Woche zugeknöpft: „Die Erstellung eines Sicherheitskonzepts zu einer Veranstaltung ist die Aufgabe des Veranstalters. Aufgrund unserer Erfahrungen haben das Amt für Kultur und Tourismus sowie das Amt für Sicherheit und Ordnung dabei mitgewirkt.“ Mehr Informationen werden nicht gegeben.

Keine Einlasskontrollen aber Poller

Wir haben deshalb bereist letzte Woche beim Veranstalter Philip Maurer nachgefragt, wie das Sicherheitskonzept für die Silvesterparty aussieht.

Ansbach Plus: Herr Maurer, vor Ort sind neben der Polizei zehn Sicherheitskräfte von Ihnen vertreten, auf welcher Besucherzahl wurden diese errechnet?

Philip Maurer: Wir rechnen zur Stoßzeit (23:00-1:00 Uhr) mit circa 2.500 bis 3.000 Besuchern gleichzeitig. Da wir eine offene Veranstaltung sind, kann der Auftrag des Sicherheitsdienstes nicht klassisch wie bei einer Discotheken- oder anderen Open-Air Veranstaltung mit Absperrungen gesehen werden. Der Auftrag des Sicherheitsdienstes ist es, im Bereich der Veranstaltungsfläche, also von der Bühne bis zu den hinteren Buden für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Das umfasst vor allem das Abbrennen von Feuerwerksköpern und Böllern, aber auch bei Meinungsverschiedenheiten zwischen den Besuchern regulierend einzugreifen.

A+: Gibt es ein spezielles Sicherheitskonzept „Silvester“? Wie sieht dieses aus?

Philip Maurer: Ja das gibt es. Ich kann aber keine Details veröffentlichen.

A+: Gibt es Einlasskontrollen beziehungsweise Absperrungen, um das Rucksackverbot zu kontrollieren?

Philip Maurer: Nein auf Grund von Feuerschutzbestimmungen und weil wir die Veranstaltung bewusst offen halten wollen, gibt es keine Einlasskontrollen. Die Polizei ist mit einer bestimmten Anzahl uniformierter und ziviler Beamten vor Ort und wird das Rucksackverbot zusammen mit dem Sicherheitsdienst umsetzen.

A+: Gibt es Absperrungen, die das Durchbrechen mit PKWs in die Menschenmenge verhindern werden?

Philip Maurer: Auch hier muss ich auf das Sicherheitskonzept verweisen und bitte um Verständnis, dass wir dazu nichts sagen können. Nur so viel: Das Ordnungsamt der Stadt Ansbach sperrt um 21:00 Uhr mit Pollern den Zugang von Seiten der Gumbertuskirche ab. Auch von Seiten der Johanniskirche wird es Absperrungen geben. Ein Zwischenfall wie in Frankreich ist dadurch nicht möglich.

A+: Auch in Ansbach gab es letztes Jahr sexuelle Übergriffe an Silvester. Welche Präventionsmaßnahmen sind hier geplant?

Philip Maurer: Die Stadt Ansbach hat die Sicherheits-Planung initiiert. Seit August hat es mehrere Planungs- und Diskussionsrunden unter Beteiligung diverser Referate der Stadt, der Feuerwehr, der Polizei, des Katastrophenschutzes und des Sicherheitsdienstes gegeben. Uns als Veranstaltern ist wichtig, dass die Übergriffe letztes Jahr nicht auf dem Martin-Luther-Platz bzw. in unmittelbarer Nähe dazu stattgefunden haben. Diese fanden auf dem kleinen Schlosspaltz statt, was nicht heißt, dass wir darüber glücklich sind. Wie bereits gesagt, sind wir eine offene Veranstaltung und können uns deswegen nicht um die gesamte Altstadt kümmern. Das Problem ist aber der Stadt Ansbach als auch den Veranstaltern bekannt und wir versuchen zum Beispiel mit einer zusätzlichen Haltestelle des Nachtbusses vor dem Brücken-Center einen zweiten Zugangsweg zu schaffen. Ebenso ist der Weg von dort zur Veranstaltung besser beleuchtet als der vom kleinen Schlossplatz. Auf dem Platz selber ist genügend Polizei und auch genügend Sicherheitskräfte vorhanden, um jede Art von Belästigung im Keim zu ersticken. Die Sicherheit unserer Besucher ist uns oberste Priorität.

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