Ansbach Plus | 20. August 2017 AN + | 20.08.2017

10 Dinge, die wir 2016 noch erleben wollen

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Symbolfoto Wunderkerze - Foto: Pixabay

Symbolfoto Wunderkerze – Foto: Pixabay

2017 – here we come!

Nicht nur Weihnachten steht vor der Tür – auch das Jahresende nähert sich mit Wahnsinns-Schritten. Bei knapp 5 Wochen bis Weihnachten sind es auch nur noch 6 Wochen bis Neujahr. What? Schon mal auf die Vorsatzliste geschaut? Nun – für das „10 kg Abnehmen“-Ziel ist es nun ein wenig spät. Kleine Erlebnisse sind aber locker noch drin, in der Wundertüte 2016. Deswegen starten wir jetzt unseren „Last Call“ für das Jahr 2016 und nehmen den letzten Monat des Jahres, um darin ein fulminantes Erlebnisfeuerwerk abzufeuern – los geht’s!

1 .Weihnachtsmarkt Tour

Pünktlich zum ersten Adventswochenende ging es in Ansbach mit den Weihnachtsmärkten los. Grund genug, den ersten Besuch darauf zu starten und mit den Lieben drüber zu schlendern. Zwischen den geschmückten Buden mit Glühwein in der Hand, kommt die Weihnachtsstimmung ganz von selbst. Das selige Sternegucken zwischen gebrannten Mandeln, Tannenduft und handwerklichen Kunstwerken macht ganz gefühlsduselig und voller Vorfreude auf Weihnachten. Da es das nur einmal im Jahr gibt, muss eine Tour über den Weihnachtsmarkt ganz sicher drin sein.

weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt – Foto: privat

2. Adventsparty geben

Ja, das Jahresende ist in jedem Jahr nur so von festlichen Aktivitäten geprägt. Viel zu selten ist da ein einfacher Abend mit Freunden drin, bei dem – wie übers restliche Jahr auch – einfach gemütlich zusammen gekocht und geklönt wird. Um dem Ganzen jetzt einen festlichen Anstrich zu geben und neben Adventskaffee und Weihnachtsfeier nicht unterzugehen, nennen wir es „Adventsparty“ und geben so unsere eigene kleine Weihnachtsfeier für die Lieblingsfreunde. Übrigens auch prima für alle geeignet, die das Weihnachtsessen mal probekochen möchten oder sich für das Menü noch nicht entscheiden konnten. 

Mit hausgemachtem Glühwein, Adventsbowle und natürlich Plätzchen wird’s sicher ein voller Erfolg – und vielleicht zu einer neuen Tradition im Freundeskreis, die rundherum weitergereicht wird.

3. Weihnachtswein aussuchen

Zum Weihnachtsabend gehört ein feierlicher, ordentlicher Wein. Um nicht auf gut Glück was kaufen zu müssen, empfiehlt sich vorher ein Probieren des Wunschweins. Das kann natürlich auch im Rahmen der Adventsparty geschehen, wenn weinkompetente Freunde anwesend sind, die einen ähnlichen Geschmack wie die Weihnachtsgäste vorweisen können. Für alle Ahnungslosen eine kleine Weinkunde an dieser Stelle. Rotweine passen vor allem zu dunklem und geschmortem Fleisch – typische Weihnachtsspeisen eben – dazu sind dann alle diese eine gute Wahl, je nachdem wie kräftig und aromatisch das Essen ausfällt: 

  • Cabernet Sauvignon: trockener Rotwein, der weltweit angebaut wird und nach schwarzer Johannisbeere, Lakritz- und Röst-Aromen schmeckt. Auch Pflaumen und Brombeere können in fruchtigen Exemplaren aus dem Bordeaux vorkommen. 
  • Sangiovese: trockener bis halbtrockener Rotwein, der vor allem in der Toskana angebaut wird und dort fester Bestandteil von verschiedenen klassischen Rotweinen ist. 
  • Syrah und Shiraz: ein und dieselbe Rebsorte, die in Europa Syrah und in Australien, Kanada und den USA Shiraz heißt. Der Rotwein schmeckt sehr intensiv, kann rauchig und nach Blaubeere schmecken und passt deshalb vor allem zu sehr kräftigem Fleisch wie beispielsweise Lamm oder geschmacksintensivem Rindfleisch. 
  • Zinfandel und Primitivo: leichter, fruchtiger Rotwein, der sehr unkompliziert zu kombinieren ist. Teilweise schwingen sehr süße Noten mit, weswegen vor allem fruchtige Gerichte dazu passen. 
  • Petite Sirah: ein sehr intensiver Rotwein mit sehr vollmundigem Geschmack und deshalb ein typischer Winterwein. Mit hohem Tanningehalt ist er sehr herb, was besonders bei reifen Rotweinen jedoch zu den großen, gehaltvollen Geschmäckern führt, die an dunkle Früchte und Beeren erinnern. 

Auf diese Weise stellen wir uns unsere Auswahl zusammen und probieren schon mal, welcher der Weine am besten zum Weihnachtsessen passt – so wird nichts dem Zufall überlassen und hoffentlich auch nichts anbrennen lassen!

Symbolfoto Glühwein – Foto: Pascal Höfig

Symbolfoto Glühwein – Foto: Pascal Höfig

4. Glühwein zu Hause mastern

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt ist immer wieder ein Highlight – aber auch zu Hause ist ein warmer Glühwein manchmal ein echtes Gemütlichkeitsplus. Da hier der Rotwein selbst ausgesucht wird, kann auch die Süße selbst bestimmt werden – und das Kopfschmerzpotenzial wird damit ebenfalls minimiert. Dafür einfach einen Liter trockenen Rotwein mit 500 ml Wasser erwärmen und einen verschlossenen Teebeutel mit

  • 8 zerdrückten Kardamomkapseln
  • 10 Nelken
  • 10 Pimentkörpern
  • 4 Kapseln Sternanis
  • 1 Stange Zimt
  • 1 TL Koriandersaat
  • 1 TL Anissaat

hinzugeben. Eine Bio-Orange in Scheiben schneiden, dazugeben und im geschlossenen Topf 15 min ziehen lassen. Schließlich werden noch die Gewürze entfernt und wenn nötig mit Zucker gesüßt. Wer es einmal probiert hat und Verbesserungspotenzial findet, kann das Rezept nächstes Mal abwandeln und so den ganz eigenen Glühwein mastern.

5. Weihnachtsballett sehen

Alle Jahre wieder touren die großen Ballett-Ensembles durch die Welt und führen über den Winter die typischen Ballett-Stücke auf. Auch Schwanensee und der Nussknacker kommen dieses Jahr nach Würzburg und werden im Congress-Centrum aufgeführt (Tickets bestellen) – Schwanensee sogar noch in diesem Jahr am 23.12., direkt vor Heiligabend: Darin verliebt sich ein Prinz in das Mädchen Odette, die jedoch von dem Zauberer Rotbart in einen weißen Schwan verwandelt wird. Die Liebe wird dadurch auf die Probe gestellt – Lyrik und Tragik aber auch festliche Stimmung wird tänzerisch rübergebracht. Die besonderen Kostüme des Schwanenensembles, die Musik von Tschaikowsky und die prachtvolle Gestaltung des Balletts tun ihr Übriges, um die Aufführung zu einem besonderen Abend zu machen. 

6. „The Crown“ anfangen

Der Winter ist die Zeit für gemütliche Abende. Oder auch auf neudeutsch für „Netflix and Chill“. 2016 kamen schon viele tolle Serien raus – unter anderem die in „Unsere 5 besten Serien bei Netflix“ vorgestellten. Am 04. November kam noch die erste Staffel der neuen Serie „The Crown“ hinzu, die bereits jetzt heiß gehandelt wird. Die bisher teuerste Eigenproduktion von Netflix befasst sich mit dem Leben der amtierenden Königin Elisabeth II., insbesondere die Jahre um ihre Krönung, die neben einer schweren Bürde der jetzt zu tragenden Regierung auch noch zur Bewährungsprobe für ihre Ehe wird. 

Da die Serie auch geschichtlich korrekt dargestellt wird, bildet die Netflix-Stunde zugleich auch – und das ist doch ein guter Grund, die Serie mit in die Abendplanung aufzunehmen. Außerdem sollen noch weitere Staffeln folgen, so dass gleich für mehrere Adventszeiten vorgesorgt wäre.

7. Die Winterkrise aufschieben

Wer kennt das nicht: Es wird dunkel, es wird kalt, die Plätzchen und der Glühwein tun ihr übriges und Schwupps, ist der Winterspeck da. Bei dem einen oder anderen entwickelt sich das schon einmal zur handfesten Winterkrise. Das jedoch ist völlig unnötig – schließlich geht es beinahe jedem so und auch das schlechte Wetter gehört einfach zur Jahreszeit dazu: Gute Gründe, die Winterkrise einfach ausfallen zu lassen, sich nicht den Depressionen hinzugeben oder sich selbst wegen diesem kleinen Röllchen am Bauch zu zerfleischen. Das ist gesünder und macht auf Dauer glücklicher. Und deswegen gehört dieser Punkt nicht nur auf die Bucketlist 2016, sondern auch die Liste der guten Vorsätze fürs neue Jahr, sogar für jedes neue Jahr das da kommen mag.

8. Feuerzangenbowle machen

Ein Winterhighlight, das die wenigsten wirklich schon mal selber gemacht haben, aber dringend mal probieren sollten: Feuerzangenbowle ist nicht nur ein geschmackliches, sondern auch ein optisches Highlight. Eine Adventsparty bietet den richtigen Rahmen dazu, aber auch jeder andere Abend (an dem keiner mehr fahren muss), bietet eine tolle Gelegenheit, das legendäre Getränk aus dem Film mit Heinz Rühmann mal selbst zuzubereiten. Man nehme dazu:

  • 3 Flaschen trockenen Rotwein 
  • 2 in Scheiben geschnittene Orangen
  • 1 in Scheiben geschnittene Zitrone
  • 5 Gewürznelken
  • 2 Zimtstangen

und gebe sie zusammen in einen Topf. Dort wird die Mischung erwärmt, jedoch nicht gekocht. Dann kommt der Topf auf ein Rechaud, wo schließlich die Zuckerhutzange über den Topf gelegt wird. Der Zuckerhut wird mit 80 % Rum übergossen und – Licht aus, Spot an – angezündet. Die blaue Flamme lässt Zucker und Alkohol gemeinsam karamellisieren und in die Bowle schmelzen, so dass der typische Geschmack entsteht. Wenn die Flamme kleiner wird, aus einer Schopfkelle Rum nachgießen. Bitte dafür nie direkt aus der Flasche auf den Zuckerhut gießen – der hochprozentige Rum ist sehr leicht entflammbar, so dass es zu schweren Unfällen kommen kann. 

Symbolfoto Geschenk - Foto: Ansbach Plus

Symbolfoto Geschenk – Foto: Ansbach Plus

9. Am 23.12. bereits alle Geschenke beisammenhaben

Etwas, das wir uns jedes Jahr aufs Neue vornehmen und immer wieder daran scheitern. Aber: Wer jetzt losgeht, kann es tatsächlich noch schaffen, alle Geschenke rechtzeitig zu besorgen und die letzten Vor-Weihnachtstage dann schließlich völlig entspannt genießen – das wird bestimmt ein völlig neues Weihnachtserlebnis! Das ist durchaus einen Versuch wert, weswegen es dieses Jahr unstreichbar auf unserer Bucketlist verankert ist. 

Für alle, denen andere Aktivitäten keine Zeit lassen, in der Stadt auf die Pirsch zu gehen, die können es in diesem Jahr mal mit Geschenken aus der Küche versuchen. Die ist auch sonntags geöffnet und bietet ein weites Feld für alle Geschmäcker – mit Liebe gemacht freut das am Ende jeden.

10. Neujahrsvorsätze aufschreiben

Ein ganz wichtiger Punkt auf einer To-Do-Liste sollte immer sein: To-Do-Liste schreiben. Und weil wir gerade dabei sind, die Bucketlist für 2016 zu beenden, sollte direkt wieder eine neue angefertigt werden – fürs nächste Jahr. Da dürfen auch wieder Langzeit-Projekte drauf und auch gerne all das übernommen werden, was auf der 2016er Liste ungestrichen zurückblieb – vorausgesetzt die Überbleibsel-Ziele werden tatsächlich mal angegangen. Ansonsten hier Inspiration für ein paar Punkte auf der Liste, die wirklich weiterbringen:

  • Jeden Monat ein Buch lesen
  • Alle Museen in der Region besuchen, die wir noch nicht kennen
  • Mindestens einen Abend in der Woche ausgehen
  • Einen festen Kochclub mit den Freunden gründen
  • Jeden zweiten Sonntag etwas unternehmen

Und falls es doch wieder das übliche „10 kg Abnehmen“ werden soll – Zwischenziele und konkrete Fristen setzen hilft ungemein und beschützt vor der Erkenntnis Anfang Dezember: „Dafür ist es jetzt zu spät – aber hey, nächstes Jahr ist auch noch ein Jahr.“

Der Artikel entstand in Kooperation mit dem Gastautor Flo Ries. 

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