Ansbach Plus | 20. August 2017 AN + | 20.08.2017

Selbstmordversuch: Mann springt vor Polizeifahrzeug

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  • Am 05. Dezember 2016

Mann springt vor Streifenwagen

ANSBACH. Am Sonntag, 04.12.2016, 17:50 Uhr, wurde mitgeteilt, dass ein 32-Jähriger stark alkoholisiert in Ansbach in Suizidabsicht unterwegs sein soll.

Etwa gleichzeitig ging eine Meldung ein, dass in der Nürnberger Straße ein betrunkener Mann sei, der nach der Polizei ruft. Durch eine kurz darauf in der Nürnberger Straße eintreffende Streifenbesatzung wurde auf einer Bank eine Person liegend festgestellt, die sofort zu Fuß flüchtete, als sie das Dienst-Kfz bemerkte.

Der Beifahrer des Streifenfahrzeugs nahm sofort zu Fuß die Verfolgung der Person auf, da davon ausgegangen werden musste, dass es sich hierbei um den Suizidkandidaten handelte.

Der Fahrer des Dienst-Kfz wendete das Dienst-Kfz und fuhr hinter dem Flüchtenden her.

Der 32-Jährige rannte dann über die Fahrbahn und sprang förmlich auf die Motorhaube des Dienst-Kfz. Der Anstoß hier erfolgte auf der Motorhaube, anschließend prallte der 32 Jährige gegen die Windschutzscheibe des Dienst-Kfz, die hierbei beschädigt wurde. Einen seitlichen Anstoß zwischen dem Dienst-Kfz und dem 32-Jährigen gab es nicht.

Streifenwagen -Symbolfoto: Pascal Höfig

Streifenwagen -Symbolfoto: Pascal Höfig

Aggressiv und betrunken

Auch nach diesem Zusammenstoß flüchtete der Mann zunächst zu Fuß weiter, konnte aber nach 100 Metern eingeholt und überwältigt werden. Er war absolut aggressiv und konnte nur mit großer Mühe gebändigt werden. Der Mann äußerte mehrfach, dass er sich durch den Sprung vor bzw. gegen das Dienst-Kfz das Leben nehmen wollte.

In Bezirkskrankenhaus eingewiesen

Eine ärztliche Behandlung lehnte er zunächst auch ab. Aufgrund der Gesamtumstände wurde der Mann nach einer Behandlung im Klinikum Ansbach ins Bezirkskrankenhaus eingewiesen.
Ein Alkotest ergab einen Wert von über 1,8 Promille. Über die Verletzungen des 32-Jährigen ist bislang nichts Näheres bekannt.

Auf richterliche Anordnung wurde bei dem 32-Jährigen eine Blutentnahme durchgeführt.

Dem raschen und konsequenten Einschreiten der Streifenbesatzung ist es zu verdanken, dass der 32-Jährige seinen angekündigten Suizidversuch nicht tatsächlich in die Tat umsetzen konnte, sondern stattdessen sich auf den Streifenwagen fixierte und gegen diesen, doch langsamer als der übliche Verkehr, fahrenden Pkw sprang. Man kann sich leicht ausmalen, was geschehen wäre, wäre der 32-Jährige vor einen mit „normaler“ Geschwindigkeit auf der Nürnberger Straße fahrenden Pkw gesprungen.

Artikel beruht auf einer Mitteilung der Polizeiinspektion Ansbach.

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