Ansbach Plus | 17. August 2017 AN + | 17.08.2017

Raubtierasyl in Not: Grundstück soll verkauft werden

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600.000 Euro, um das Raubtier- und Exotennasyl zu retten

Das Raubtier- und Exotenasyl in Wallersdorf ist das einzige seiner Art in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Hier finden Luchse, Tiger und Pumas aus illegaler Haltung ein Zuhause. Doch jetzt droht der Auffangstation das Aus.

Olaf Neuendorf bei der Fütterung eines Tigers - Foto: Olaf Neuendorf

Olaf Neuendorf bei der Fütterung eines Tigers – Foto: Olaf Neuendorf

Seit 2007 gibt es den gemeinnützigen Verein in Ansbach unter Vorstand Olaf Neuendorf. Drei Angestellte und viele ehrenamtliche Helfer kümmern sich auf 6.000 Quadratmeter um die Exoten, die aus illegaler Haltung und Zirkussen gerettet wurden. Jetzt kämpft der kleine Verein um die Existenz des Tierasyls. Der derzeitige Besitzer des Grundstücks möchte das Gelände aus gesundheitlichen Gründen für 600.000 Euro verkaufen. Zwar will der Verpächter das Grundstück für den Tierschutz bestehen lassen und gewährt dem Raubtierasyl ein halbes Jahr, um das Geld zusammenzubringen, dies sei allein für den Verein aber unmöglich, so Neuendorf. Deswegen ist das Raubtier- und Exotenasyl dringend auf Spenden angewiesen, eine finanzielle Unterstützung durch den Staat oder die Stadt Ansbach gibt es nicht.

Raubtier- und Exotenasyl in Ansbach - Foto: Olaf Neuendorf

Raubtier- und Exotenasyl in Ansbach – Foto: Olaf Neuendorf

600.000 Euro werden benötigt

Unter dem Aufruf „Rettet den Tigerwald“ sucht Olaf Neuendorf nach tierlieben Spendern: „Wir haben die Idee 600 Leute zu finden, die für jeweils 100 Euro einen Quadratmeter des Grundstücks symbolisch erwerben. Bis jetzt sieht es ganz gut aus, denn innerhalb der letzten vier Wochen wurden 22.000 Euro aus ganz Deutschland gespendet.“

Falls der Verein das Geld nicht in den nächsten sechs Monaten auftreibt, ist Neuendorf gezwungen, ein Kredit aufzunehmen, dadurch müsste er sich jedoch privat verschulden. „Derzeit steht noch eine Bürgschaft mit der Stadt offen, aber das ist auch sehr kompliziert“, erklärt der 55-Jährige. „Wenn wir die 600.000 Euro nicht zusammen bekommen, wäre das ein Drama“, so Neuendorf, „wir haben die Verantwortung für die Tiere übernommen.“ Von dem Aus des Raubtier- und Exotenasyls sind fünf Tiger, ein Puma, ein Luchs und ein Karakal sowie zwei Füchse betroffen. Wer spenden möchte, kann das hier.

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