Ansbach Plus | 24. August 2017 AN + | 24.08.2017

Klinikum erwartet zum Jahresende über 1000 Geburten

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Auf Babyboom vorbereitet

Das Klinikum Ansbach rechnet bis zum Jahresende mit über 1.000 Geburten – so vielen, wie noch nie zuvor. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Geburten kontinuierlich gesteigert. Um diesem Trend gerecht zu werden, wurde im September die Geburtshilfe erweitert.

Stationsleitung Jutta Nauroth, Oberärztin Dr. Annette Lechler, Chefarzt Dr. Bernd Hornbacher und Hebamme Barbara Koch (v.l.), hier im neuen Kreißsaal - Foto: ANregiomed

Stationsleitung Jutta Nauroth, Oberärztin Dr. Annette Lechler, Chefarzt Dr. Bernd Hornbacher und Hebamme Barbara Koch (v.l.), hier im neuen Kreißsaal – Foto: ANregiomed

„Wir haben ab sofort Platz für 15 bis 17 Wöchnerinnen, je nach Zimmerbelegung. Vor der Erweiterung konnten wir nur acht bis neun Mütter aufnehmen“, berichtet Dr. Bernd Hornbacher, Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum Ansbach. Auf der Wochenstation gibt es jetzt fünf Doppelzimmer, drei Einzelzimmer und zwei Familien- zimmer, alle mit eigenem Bad. Dementsprechend wurden auch die Entbindungskapazitäten ausgebaut. „Wir haben einen neuen Kreißsaal – insgesamt also drei, alle mit Klimaanlage ausgestattet – und ein viertes Entbindungsbett in einem unserer zwei Wehenzimmer“, ergänzt Oberärztin Dr. Annette Lechler.

Grund für die Erweiterungsmaßnahmen sind die steigenden Geburtenzahlen: Waren es 2006 noch rund 530 Geburten, wird dieses Jahr die 1.000er Marke geknackt. Bis zum 18. Oktober 2016 waren es bereits 885 Geburten. Eine Verdoppelung der Geburtenzahl braucht natürlich auch mehr Personal. „Bis Jahresende bekommen wir fünf neue Mitarbeiter in der Pflege“, erklärt Stationsleitung Jutta Nauroth. Das Besondere: Alle Pflegekräfte der Geburtshilfe sind speziell ausgebildete Kinderkrankenschwestern. „Das erhöht die Qualität der Pflege natürlich enorm“, so Nauroth.

Bessere Betreuung möglich

„Mit diesen räumlichen und personellen Voraussetzungen können wir bis zu 1.300 Geburten im Jahr versorgen“, so Dr. Hornbacher. Das sei vor allem auch durch die enge Kooperation mit den Beleghebammen der Hebammengemeinschaft „Bauchgefühl“ möglich. „Zusammen mit der Frauenklinik können wir die werdenden Mütter vor, während und nach Geburt begleiten“, sagt Hebamme Barbara Koch. Die neuen Räumlichkeiten verbesserten die Betreuung erheblich. „Außerdem wurden mobile Wärmelampen angeschafft, damit der Säugling nach der Geburt direkt bei der Mutter liegen kann. Geplant sind auch neue Wickeltische mit Wärmelampen für das Rooming-in“, ergänzt Koch.

Die Frauenklinik Ansbach bietet auf der erweiterten Wochenstation weiterhin eine moderne, familienorientierte Versorgung während der Geburt und im Wochenbett. Frauenarzt, Hebamme, Anästhesist und Kinderarzt der Außenstelle der Cnopf’schen Kinderklinik im Haus sind 24 Stunden täglich anwesend – auch am Wochenende. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche läuft optimal. Eine Periduralanästhesie zur Geburtserleichterung ist beispielsweise jederzeit problemlos möglich, ein Kinderarzt ist bei Bedarf innerhalb von wenigen Minuten im Kreißsaal“, betont Dr. Hornbacher.

Kreißsaalführung für die Öffentlichkeit

Das macht das Klinikum Ansbach zu einem perinatologischen Schwerpunktkrankenhaus: Entbindungen sind ab der 33. Schwangerschaftswoche möglich, auch Frühgeburtsbestrebungen und Risikoschwangerschaften können betreut werden. „In der Schwangerensprechstunde können wir die Frauen im Rahmen der Vorstellung vor der Geburt durch ausführliche Untersuchung und Gespräche auf eine sichere Geburt vorbereiten und individuelle Wünsche für die Geburt des Kindes besprechen“, sagt Dr. Lechler. Außerdem sei jeden Dienstag der DEGUM-II-Experte Dr. Michael Schälike von der Praxis für Pränatalmedizin und Genetik Nürnberg im Klinikum Ansbach vor Ort und führe die Fehlbildungsdiagnostik durch.

Wer sich selbst ein Bild von der Ansbacher Geburtshilfe machen möchte, kann das jeden dritten Sonntag im Monat (außer August und Dezember) im Rahmen einer Kreißsaalführung tun. Los geht es jeweils um 16 Uhr im Untergeschoss des Klinikums. Von Ärzten, Hebammen, Stillberatern und Kinderkrankenschwestern gibt es dabei ausführliche Informationen rund um die Geburt am Klinikum Ansbach. Wenn es die Belegungssituation zulässt, kann auch ein Kreißsaal besichtigt werden. Die nächste Kreißsaalführung findet statt am kommenden Sonntag, 23. Oktober, um 16 Uhr. Die letzte Kreißsaalführung in diesem Jahr gibt es dann am 20. November.

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