Ansbach Plus | 16. August 2017 AN + | 16.08.2017

Klinik Rothenburg: Gestochen scharfer Blick dank 4K-Ultra-HD-Technologie

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"4KNaht“: PD Dr. Jörn Maroske (l.) vernäht das Bauchfell nach einer laparo- skopischen Leistenbruch-OP. Durch die dreidimensionale Darstellung und die gestochen scharfen Bilder des neuen 4K-Systems, kann dabei noch präziser gearbeitet werden.

„4KNaht“: PD Dr. Jörn Maroske (l.) vernäht das Bauchfell nach einer laparo- skopischen Leistenbruch-OP. Durch die dreidimensionale Darstellung und die gestochen scharfen Bilder des neuen 4K-Systems, kann dabei noch präziser gearbeitet werden.

Gestochen scharfer Blick durchs Schlüsselloch: 4K-Ultra-HD-Technologie neu in der Klinik Rothenburg – Minimalinvasive Operationen noch sicherer

Bei der minimalinvasiven Chirurgie reichen häufig Hautschnitte in der Größe von nur drei bis zehn Millimeter, um eine Optik und spezielle Instrumente in die Bauchhöhle des Patienten einzuführen. Alle weiteren Operationsschritte werden dann über einen Bildschirm kontrolliert. Die Entwicklung moderner 3-D-Systemen oder aber sehr erfolgsversprechender Ultra-HD-Systeme (4K) bedeutet in der Bildgebung die Zukunft.

Ein solches Ultra-HD-System ist seit kurzem auch in der Klinik Rothenburg im Einsatz. Strukturen von Gefäßen, Nerven, Lymphbahnen oder Fettgewebe können damit besser erkannt und geschont werden, das ansonsten nur zweidimensionale Bild wird nun auch in der 3. Dimension dargestellt und greifbar. „Die Bilder sind gestochen scharf und ermöglichen uns noch präziseres Arbeiten. Durch die bessere Sicht können wir die klinischen Ergebnisse weiter verbessern und die sogenannten Schlüsselloch-Eingriffe für unsere Patienten noch sicherer machen“, sagt der Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Klinik Rothenburg, Privatdozent (PD) Dr. Jörn Maroske. Möglich wird das durch das Zusammenspiel besonderer Optiken mit speziellem Linsen- und Wiedergabesystemen.

Bei der bisher angewandten 3-D-Technik muss der Anwender zur scharfen Wieder- gabe des Bildes und Erzeugung des 3-D-Effekts eine spezielle Brille tragen. Zusätz- lich muss der Betrachtungswinkel zum Monitor für das Operationsteam in einem umschriebenen Radius eingehalten werden, damit es nicht zu einem Qualitätsver- lust mit unscharfen Bildern kommt. „Diese Probleme treten beim Einsatz der 4K- Systemkomponenten nicht auf. Darüber hinaus kann der Raum in der zu operieren- den Körperhöhle in allen Bereichen besser betrachtet werden. Eine breitere Farb- skala und vor allem die verbesserte Wiedergabe von Rottönen lassen uns noch genauere Schnitte setzen“, erläutert PD Dr. Maroske die Vorteile der neuen Tech- nik.

Die laparoskopische Technik ist seit circa 30 Jahren fester Bestandteil in der Chirur- gie und anderen Fachgebieten. Anfänglich wurden damit kleine Eingriffe wie die Entfernung des Blinddarmes und die Entfernung der nicht entzündeten Gallenblase durchgeführt. Heute können mit dieser Technik nahezu alle Eingriffe erfolgen. Nicht mehr wegzudenken ist die Laparoskopie in der operativen Behandlung des Sod- brennens, des Verschlusses von Zwerchfellbrüchen, Bauchwandbrüchen und der Dickdarmchirurgie. Aber auch die Operationen an Lunge, Leber und der Bauchspei- cheldrüse erfolgen zunehmend mit der sog. Schlüssellochchirurgie.

Quelle: ANregiomed

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