Ansbach Plus | 19. August 2017 AN + | 19.08.2017

Ansbach | Messegelände: Sabotageakt an geplanter Flüchtlingsunterkunft – rund 10.000 EUR Schaden

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Containermodule auf dem Ansbacher Messegelände

Containermodule auf dem Ansbacher Messegelände

Stadt Ansbach – Sabotageakt am Messegelände

Etwa 10.000 € Sachschaden entstand durch einen Sabotageakt an der geplanten Flüchtlingsunterkunft auf dem Ansbacher Messegelände. Mutwillig wurden nach derzeitigen Erkenntnissen sämtliche ins Freie führende Abwasserrohre außerhalb der Anlage verstopft.

Die Anlage auf dem Ansbacher Messegelände besteht aus insgesamt 34 Containermodulen und ist auf eine Unterbringung von maximal 57 Personen ausgelegt. In 19 Raumeinheiten werden jeweils drei Flüchtlinge untergebracht. Die übrigen Bereiche werden als Sanitäranlagen, Küche, Flur und Betreuung genutzt.

Laut Polizeipräsidium Mittelfranken kann ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden.

Oberbürgermeisterin Carda Seidel: „Wir sind erschüttert über die massive Sachbeschädigung und über den möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund. Bisher haben die Ansbacherinnen und Ansbacher die bei uns ankommenden Flüchtlinge stets überaus hilfsbereit und aufgeschlossen aufgenommen. Darauf sind wir sehr stolz. Ich bitte alle hauptamtlichen Kräfte und ehrenamtlichen Helfer sich von einem solchen Vorkommnis nicht in ihrem Engagement beeinflussen zu lassen, sondern den in Ansbach bisher eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.“

Das Baureferat der Stadt Ansbach hat Anzeige erstattet und sich umgehend der raschen Behebung des Schadens angenommen. Der beabsichtigte Beginn der Belegung im März wird sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht verzögern.

Die polizeilichen Ermittlungen dauern nach Angaben der Kriminalpolizei Ansbach an.

 

Pressemitteilung der Kriminalpolizei

Mitarbeiter des Hochbauamtes der Stadt Ansbach stellten auf einer Baustelle Am Onolzbach eine Sachbeschädigung fest und erstatteten daraufhin heute (23.02.2016) bei der Polizei Anzeige. Die Kriminalpolizei Ansbach sucht Zeugen.

Die Stadt errichtet derzeit auf dem Ansbacher Messegelände eine dezentrale Unterkunft für Flüchtlinge. Die hierfür erforderlichen Vorarbeiten begannen auf dem Gelände bereits im Dezember 2015. Als die Anfang Februar 2016 aufgestellten Wohn- und Versorgungscontainer heute an ein Rohrsystem angeschlossen werden sollten, musste man feststellen, dass die Rohre durch Unbekannte vermutlich im Zeitraum von 10.12.2015 bis 08.02.2016 beschädigt wurden. Der Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Das Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung aufgenommen. Hinweise auf die Täter und möglicherweise auch zu verdächtigen Fahrzeugen in der Nähe nimmt der Kriminaldauerdienst Mittelfranken in Nürnberg, Tel. 0911 2112-3333, entgegen.

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