Ansbach Plus | 20. August 2017 AN + | 20.08.2017

Ansbach: Spielerisch bewegen mit der Wii

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Wii-Vitalis:  Mit der Nintendo Wii trainieren die Bewohner im Vitalis Wohnpark Ansbach spielerisch ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten.

Wii-Vitalis: Mit der Nintendo Wii trainieren die Bewohner im Vitalis Wohnpark Ansbach spielerisch ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten.

Spielerisch bewegen mit der Wii

Seit anderthalb Jahren erfreut sich die Nintendo Wii im Vitalis Wohnpark Ansbach wachsender Beliebtheit. Mit der Konsole trainieren die Bewohner spielerisch ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Das will Einrichtungsleiterin Renate Flory weiter fördern.

Wenn uns etwas Freude bereitet, vergeht die Zeit oft wie im Flug und wir streben danach, es möglichst bald zu wiederholen. So geht es auch vielen der Bewohner im Vitalis Wohnpark Ansbach, wenn sie sich zum Wii-Spielen treffen. Seit Einführung der Nintendo Wii im Sommer 2014 ist die Spielekonsole ein reger Anlaufpunkt.

„Wir haben sogar eine regelmäßige Wii-Gruppe, die jeden Montag von einem jungen Ehrenamtler betreut wird. Kegeln steht ganz oben auf der Spieleliste“, erzählt Renate Flory, Einrichtungsleiterin im Vitalis Wohnpark Ansbach. Hier trainieren die Bewohner sensomotorische Fähigkeiten wie Mobilität und Gleichgewicht, oder schulen ihre kognitiven Fähigkeiten mit speziellen Gedächtnistrainings. „Zurzeit bemühen wir uns, insbesondere dementielle Bewohner verstärkt einzubinden“, so Flory. Mittlerweile gäbe es eine Vielzahl von Studien, die die Wirksamkeit spielerischer Gedächtnistrainings und den positiven Effekt von Bewegung bei Demenzerkrankten nahelegen, zum Beispiel die BeWiTa-Studie der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.

Auch zur Gleichgewichtskontrolle und Sturzprophylaxe soll die Wii beitragen, das fanden Freiburger Sportwissenschaftler anhand einer Studie heraus. Probanden, die drei Mal wöchentlich mit dem „Wii Balance Board“ trainierten, konnten ihre Standsicherheit signifikant verbessern. Das Balance Board ist eine Art Balance-Körper-Waage mit eingebundenen Sensoren, die die Verlagerung des Körpergewichts erfassen. „Leider trauen sich viele unserer Bewohner nicht, das Board zu nutzen, weil sie Angst haben das Gleichgewicht zu verlieren“, erklärt Flory. Deshalb wird sie jetzt einen Gehbock als Halterungsmöglichkeit anschaffen. Die Trainings mit dem Balance Board will sie künftig als zusätzliche Sturzprophylaxe anbieten. Zwei Mal wöchentlich nehmen die Bewohner bereits an einer solchen Prophylaxe teil. „Mit der Wii wollen wir sie noch zusätzlich motivieren. Spielerisch funktioniert das meist sehr gut“, stellt sie fest.

Quelle: Vitalis Wohnpark

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