Ansbach Plus | 17. August 2017 AN + | 17.08.2017

Rothenburger Chefarzt in europäische Prüfungskommission berufen

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Privatdozent Dr. Christian Wacker, Chefarzt der Medizinischen Klinik und Ärztlicher Direktor der Klinik Rothenburg wurde von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zum Prüfer für das europäische Examen in kardialer Magnetresonanztomographie (CMR) berufen.

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Dr. Christian Wacker bei einer Kernspinttomographie.

„Bei der CMR handelt es sich um ein Verfahren, bei dem in einem starken Magnetfeld ohne Röntgenstrahlung Untersuchungen des schlagenden Herzens möglich sind, insbesondere zur Darstellung von Durchblutungsstörungen, Narben oder Entzündungen des Herzmuskels“, erläutert Dr. Wacker.

Dr. Wacker arbeitet seit nunmehr 25 Jahren wissenschaftlich auf dem Gebiet der CMR. Bereits während seiner Promotion am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat er in experimentellen Arbeiten Messverfahren der Magnetresonanztomographie entwickelt, die Blutflussmessungen in den großen Blutgefäßen ermöglichen und diese Ergebnisse international publiziert. Im Rahmen eines Forschungsstipendiums der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie entwickelte er mit seinen Arbeitsgruppen am DKFZ in Heidelberg sowie Wissenschaftlern der Medizinischen Klinik und des Institutes für Biophysik der Universität Würzburg in den folgenden Jahren neue CMR-Verfahren zur Bestimmung der Herzmuskeldurchblutung ohne Verwendung von Kontrastmitteln. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden international veröffentlicht und mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal von der Europäischen Gesellschaft für Magnetresonanz in Medizin und Biologie für den besten Nachwuchswissenschaftler sowie mit dem Helmholtz-Preis des Helmholtz-Fonds eV und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft eV, einem der angesehensten europäischen Wissenschaftspreise.

Dr. Wacker konnte zusammen mit einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern in der bis dahin weltweit größten Multicenterstudie zeigen, dass die Anwendung der strahlenfreien CMR zur Darstellung der Herzmuskeldurchblutung in der klinischen Routine möglich ist. „Und zwar mit größerer diagnostischer Aussagekraft als das bis dahin eingesetzte Verfahren der Nuklearmedizin, bei der den Patienten radioaktiv markierte Substanzen verabreicht werden müssen“, so Dr. Wacker.

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Dr. Christian Wacker bei der Auswertung der Bilder einer kardialen Magnetresonanztomographie.

Konsequent hat sich Dr. Wacker für die Verbreitung und Aufnahme der CMR in die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern eingesetzt. Er hat als erster Kardiologie in Bayern die Prüfung zur Erlangung der neu geschaffenen Zusatzbezeichnung Magnetresonanztomographie abgelegt und besitzt inzwischen die höchste CMR-Qualifikation (Ausbilderqualifikation) sowohl der deutschen, europäischen als auch der amerikanischen Fachgesellschaft. In der ANregiomed Klinik Rothenburg wurde die CMR mit Errichtung des Kernspintomographen 2013 eingeführt, aktuell ist die Weiterbildungsermächtigung für dieses Fachgebiet bei der Bayerischen Landesärztekammer beantragt.

„Die Berufung der europäischen CMR-Gesellschaft ist eine hohe Auszeichnung und Bestätigung meiner bisherigen wissenschaftlichen Arbeit“, sagt PD Dr. Wacker, „als einziger Deutscher werde ich mit meinen europäischen Kollegen die Examensfragen vorbereiten. Die Examensprüfungen finden ein bis zweimal jährlich parallel zu den internationalen CMR-Kongressen statt. Für die praktischen Prüfungsfragen kann ich dabei auf eigene anonymisierte Untersuchungen aus unserer kleinen aber feinen Klinik Rothenburg zugreifen.

 

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