Ansbach Plus | 19. August 2017 AN + | 19.08.2017

IHK Mittelfranken gründet Fonds für junge Flüchtlinge

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Integration durch Ausbildung – IHK gründet Fonds für junge Flüchtlinge

NÜRNBERG – Die IHK Nürnberg für Mittelfranken wird Kurse für deutsche Sprache, Berufs- und Landeskunde finanzieren, um junge Flüchtlinge zu integrieren. Dazu hat das Präsidium der IHK beschlossen, einen Fonds zu gründen, den die IHK in den nächsten drei Jahren mit jährlich 100.000 € ausstattet. Ziel ist es, berufsschulpflichtigen Flüchtlingen den Zugang zum Ausbildungsmarkt zu ermöglichen. „Integration geht am besten über Arbeit und hierfür ist Sprache unabdingbar. Mit der schnellen Ausbildung von Flüchtlingen bekommt die Wirtschaft zudem dringend benötigten Fachkräftenachwuchs“ begründete Dirk von Vopelius, Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken, das Vorhaben.

Beginnen sollen die Maßnahmen Anfang 2016. Bis dahin will die IHK auch Unternehmen der Region motivieren, sich sowohl personell zu beteiligen als auch den Fonds weiter aufzustocken. Bei ihrem Engagement steht die IHK steht in engem Kontakt mit der Regierung von Mittelfranken. Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer sagte: „Die Zahl der berufsschulpflichtigen Flüchtlinge hat unsere Kapazitätsgrenzen überschritten. Ich begrüße daher die Initiative der IHK als Zeichen eines gesamtgesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge.“ Mitte September gab es in Mittelfranken etwa 3.000 berufsschulpflichtige Flüchtlinge. Das sind alle begleiteten und unbegleiteten Flüchtlinge im Alter zwischen 16 und 21 Jahren.

Und so soll das Projekt konkret ablaufen: An mehreren Standorten wird zunächst je eine Gruppe mit 15 bis maximal 20 Flüchtlingen eingerichtet.

Sie werden in Vollzeit mit folgenden Inhalten unterrichtet:

– Sprachförderung einschließlich berufsorientierter Sprache

(Bildungsträger)

– Landeskunde: Leben in Deutschland (IHK-Mitarbeiter und Ehrenamtliche)

– Sozialpädagogische Betreuung (Bildungsträger)

– Berufsorientierung (IHK-Mitarbeiter und Ehrenamtliche)

Die Auswahl der Teilnehmer/innen erfolgt in Absprache mit der Regierung von Mittelfranken und den Berufsschulen. Im Vorfeld muss durch den Bildungsträger eine Kompetenzfeststellung erfolgen, um ein Mindestmaß an Vorkenntnissen (zumindest Sprachkenntnisse in Englisch) sicherzustellen. Sobald ausreichende deutsche Sprachkenntnisse vorhanden sind, erfolgt eine Vermittlung in Ausbildung bzw. Einstiegsqualifizierung.

Quelle: IHK

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