Ansbach Plus | 16. August 2017 AN + | 16.08.2017

Ansbach-Nürnberg: Lebensgefährlicher Marsch – Familie im Gleis unterwegs

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Ansbach-Nürnberg: Lebensgefährlicher Marsch – Familie im Gleis unterwegs

Eine 41-Jährige sorgte Mittwochnachmittag (15. Juli) für eine kurze Behinderung des Zugverkehrs auf der Strecke Nürnberg – Ansbach. Sie marschierte mit ihren drei Kindern im Gleis. Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn meldete gegen 15.50 Uhr der Bundespolizei, dass sich zwischen Oberasbach und Anwanden Personen auf den Schienen befinden sollen. Der Lokführer einer nach Ansbach fahrenden S-Bahn wurde angewiesen, im betreffenden Abschnitt besonders langsam zu fahren. Der Triebfahrzeugführer erkannte daraufhin auch die Familie rechtzeitig im Gleis. Er hielt den Zug auf freier Strecke an und ließ die Gleisläufer zusteigen. Zwei im Zug reisende Polizeibeamte nahmen die Personalien der neuen Passagiere auf. Weil sie nur ihre Landessprache beherrschten, war eine Verständigung sehr schwierig. Wie die Ansbacher Bundespolizei aber ermitteln konnte, war die Albanerin mit ihren drei Kindern im Alter von zwölf bis 14 Jahren auf dem Weg von Regensburg nach Ellwangen. Alle waren im Besitz einer gültigen Fahrkarte. Die Bundespolizisten nahmen daraufhin Kontakt mit einer Zugbegleiterin auf und sorgten für eine sichere Reise bis Crailsheim. Dort half das örtliche Bahnpersonal beim Umsteigen in den Zug nach Ellwangen. Durch das Laufen im Gleis wurde der Zugverkehr zwischen Nürnberg und Ansbach nur kurz behindert. Die Bundespolizei prüft ein Bußgeldverfahren wegen Vornahme einer betriebsstörenden Handlung.

Quelle: Bundespolizei

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