Ansbach Plus | 18. August 2017 AN + | 18.08.2017

ANregiomed auf Kurs – Vorstand wechselt Ende 2015 nach Braunschweig

avatar

Dr_GoepfertPressemitteilung

ANregiomed auf Kurs – Vorstand wechselt Ende 2015 nach Braunschweig

Dr. Andreas Goepfert, Vorstand des kommunalen Gesundheitsunternehmens ANregiomed gKU, hat den Verwaltungsrat heute über die positive Entwicklung des Unternehmens informiert. Besonders die Patienten profitieren von den Entwicklungen der vergangenen Monate, da das Leistungsspektrum deutlich ausgebaut wurde – und das sogar schneller, als ursprünglich geplant. Gleichzeitig wurde auch eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens erreicht: Der Verbund hat in 2014 das operative Ergebnis um mehr als 8 Mio. Euro auf ein Defizit von 2,88 Mio. Euro verbessert. Der Zukunftskurs werde konsequent fortgesetzt. Ende des Jahres werden damit alle wichtigen Weichen gestellt sein, damit die Klinikgruppe in 2016 operativ wieder in die schwarzen Zahlen kommt – und das mit einem nochmals deutlich erweiterten Leistungsangebot. Während der Sitzung gab Vorstand Dr. Goepfert ebenfalls bekannt, dass er zum 1. Januar 2016 die Geschäftsführung des Klinikums in Braunschweig übernehmen wird. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Landrat Dr. Jürgen Ludwig, bedauert die Entscheidung von Dr. Goepfert. Er sieht einem Wechsel an der Spitze aber aufgrund der soliden Entwicklung und des klaren Zukunftskonzepts zuversichtlich entgegen.

Dr. Goepfert betont, dass die Entscheidung, nach Braunschweig zu wechseln auch persönliche Gründe hat. „Meine Familie lebt in Norddeutschland und ist die vergangenen Jahre zu kurz gekommen“, erläutert er seine Entscheidung. „Auch deshalb habe ich ein Angebot für die Leitung dieses sehr großen Krankenhauses in Braunschweig angenommen.“ Das Städtische Klinikum Braunschweig zählt mit 1428 Betten zu den größten Kliniken Deutschlands. Die Führungsstruktur von ANregiomed funktioniert gut und die operative Verantwortung ist inzwischen auf viele Schultern verteilt. Daher laufen alle Häuser auch bei einem Wechsel des Vorstands sicher weiter.

Im Jahr 2010 übernahm Dr. Andreas Goepfert als Vorstand die Kliniken im Landkreis Ansbach. Ab 2012 hat er als Vorstand auch das Klinikum Ansbach geführt. Eine seiner Hauptaufgaben lag zunächst in der Zusammenführung der beiden Klinikunternehmen. Im Jahr 2013 folgte der erfolgreiche Abschluss der Fusion zu dem neu gegründeten kommunalen Gesundheitsunternehmen ANregiomed. Bis Ende 2015 wird er zudem seinen Auftrag erfüllen, die Klinikgruppe aus den tiefroten Zahlen herauszuführen und gleichzeitig das Leistungsangebot für die Patienten deutlich auszubauen. „Gemeinsam mit seinem engagierten Führungsteam und allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern von ANregiomed ist es Dr. Goepfert in wenigen Jahren gelungen, die Klinikgruppe fit für die Zukunft zu machen“, so Landrat Dr. Ludwig. „Eine enorme Leistung, besonders wenn man sich die schwierige Ausgangslage in Erinnerung ruft.“

Um das zu erreichen, hat Dr. Goepfert mit dem ANregiomed Führungsteam im Mai 2014 ein strategisches Zukunftskonzept vorgestellt. Dieses Konzept soll das Unternehmen aus den roten Zahlen führen und sie für die Anforderungen der Gesundheitspolitik rüsten. Gleichzeitig werden das Leistungsangebot und die Zusammenarbeit zwischen den Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren des Verbundes deutlich ausgebaut werden. Viele dieser Ziele sind bereits erreicht, bei allen anderen Punkten ist ANregiomed auf einem guten Weg. Zum neuen Versorgungsangebot für Patienten gehören u.a. die bereits etablierte Elektrophysiologie in Rothenburg, die Neurochirur- gie in Ansbach und die Wechselendoprothetik in Dinkelsbühl. Dazu kommt noch dieses Jahr die neue HNO Hauptabteilung in Ansbach und eine deutliche Stärkung der Versorgung bei Krebserkrankungen. Das Ziel: ANregiomed will in Zukunft ein Vorbild für kommunale Gesundheitsunternehmen werden.

„Wir haben Wort gehalten“, freut sich Dr. Goepfert, „gegenüber unseren Patienten, unseren Mitarbeitern und unseren Eigentümern, also der Stadt und dem Landkreis Ansbach – und das alles ohne eine einzige betriebsbedingte Kündigung.“ Dabei hebt Dr. Goepfert noch einmal die Rolle des Personalrats hervor, der alle Entscheidungen kritisch-konstruktiv begleitet habe und so zum Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Zielen und den Interessen der Mitarbeiter beigetragen hat. „Ich werde bis Ende des Jahres mit aller Kraft dafür sorgen, dass der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt wird“, betont Dr. Goepfert. „Dabei stehen für mich das Wohl der Patienten, die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens im Vordergrund, nicht die politische Diskussion.“

Dr. Goepfert betont, dass die zahlreichen, oft unsachlichen Angriffe auf seine Person in den vergangenen Jahren keinen Einfluss auf seine Entscheidung hatten. „Das ist Teil der Arbeitsplatzbeschreibung, das muss ein Vorstand aushalten“, so Dr. Goepfert. „Allerdings habe ich dieses Maß an sachlich oft falscher und sehr persönlicher Kritik gerade auch aus Reihen einzelner politischer Vertreter an „ihrem“ Krankenhaus in anderen Regionen bisher nicht erlebt.“ Sorge macht ihm, dass dieser Umgang die rund 2.570 Mitarbeiter des Unternehmens auf Dauer demotiviert und Patienten verunsichert – zum Schaden von ANregiomed. Daher wünscht er sich nicht nur für die restliche Zeit der Zusammenarbeit sondern auch darüber hinaus mehr sachlich fundierte, konstruktive Diskussionen im Sinne der Stärkung der medizinischen Versorgung in der Region – und weniger politisch motivierte Verlautbarungen über die Medien. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben es wirklich verdient, dass langsam Ruhe einkehrt in der Diskussion. Sie engagieren sich trotz aller Kritik auch in schwierigsten Zeiten jeden Tag mit aller Kraft für unsere Patienten und unser Unternehmen. Das beeindruckt mich persönlich sehr.“

Quelle: Anregiomed

Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige
Stadtwerke Ansbach
Anzeige