Ansbach Plus | 19. August 2017 AN + | 19.08.2017

Unternehmensnachfolge: Informationsveranstaltung für Unternehmer über Möglichkeiten zur Sicherung der Unternehmensnachfolge – 80 Gäste informieren sich bei gemeinsamer Veranstaltung von IHK, HWK und Stadt Ansbach am 17. März 2015.

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Die Dringlichkeit des Themas für die Wirtschaft wird an 2.500 IHK-Betrieben in Mittelfranken deutlich, die im Zeitraum von 2011 bis 2015 einen Nachfolger suchen. Entsprechend gut war die Veranstaltung mit 80 Gästen aus Ansbach und den umliegenden Landkreisen besucht.

NTUntnachfAnhand von Praxisbeispielen wurden typische Wege der Zukunftssicherung für Betriebe wie der Verkauf an Dritte und die Weitergabe des Betriebs an Familienmitglieder herausgearbeitet. Dr. Hans Mehringer und Klaus Spengler berichteten vom Unternehmensverkauf der Spengler & Meyer GmbH, bekannt unter dem Namen „Die Muggergittermacher“. Dr. Mehringer, der in der Vergangenheit als Geschäftsführer für Betriebe der Möbel- und Küchenbranche in Ansbach und im Rhein-Main-Gebiet tätig war, wird ab 01.04.2015 als alleiniger Eigentümer die Geschicke des Unternehmens lenken. „Ich traue Herrn Dr. Mehringer zu, den Betrieb in eine gute Zukunft zu führen und freue mich sehr, in ihm einen Nachfolger gefunden zu haben, dem ich auch Vertrauen entgegenbringen kann“, drückte Spengler seine Freude über den Verkauf aus.

 

Detlef und Michaela Fuchs berichteten über die Beweggründe und die Vorgehensweise bei der Übertragung von Gesellschaftsanteilen der Fuchs Elektronik GmbH vom Vater an die Tochter. Detlef Fuchs unterstrich seine Grundüberzeugung, dass in dem von ihm und Mitgesellschafter und Geschäftsführer Robert Dietrich geführten mittelständischen Handwerksbetrieb mit 50 Mitarbeitern die wichtigen Entscheidungen ausschließlich für den Betrieb und die Mitarbeiter und ihre Familien getroffen werden müssten. Ansprüche und Interessen der Familienangehörigen würden von den Unternehmensentscheidungen strikt getrennt.

Darüber hinaus wurden Fragen zur Finanzierung, den Haftungsrisiken, dem Erbschafts- und Steuerrecht sowie zur Verpachtung eines Betriebes als Übergangsform erörtert.

„Unternehmer sollten sich frühzeitig mit der Frage der Unternehmensnachfolge beschäftigen, Rat von Experten suchen, die wichtigen Fragen mit der Familie und Mitgesellschaftern erörtern und immer darauf vorbereitet sein, dass der Ernstfall früher eintreten kann als geplant“, fasste Wirtschaftsförderer Christoph Albrecht die zentralen Erkenntnisse der Veranstaltung zusammen.

Der wichtigste Berater in der Unternehmensnachfolge ist der Steuerberater, der im Idealfall den Prozess begleitet und auf weitere Experten ins Boot holt. Handwerkskammer, IHK und Wirtschaftsförderung können darüber hinaus wichtige Hinweise geben und Unterstützung leisten.

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