Ansbach Plus | 20. August 2017 AN + | 20.08.2017

Weinbergschule: Mehrwert für Bildung und Betreuung schaffen

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„Wir bemühen uns seitens der Stadtverwaltung derzeit um eine gute und auch finanzierbare Lösung für eine Sanierung des unsanierten nördlichen Gebäudes an der Weinbergschule“, so Oberbürgermeisterin Carda Seidel. „Dabei sind wir auf einem guten Weg. Da wir unbedingt eine schulische Nutzung für das Gebäude erreichen wollen, brauchen wir einen Partner, der ebenfalls eine schulische Nutzung anstrebt und eine Sanierung umsetzen kann. Die Elternbeiratsvorsitzende der Weinbergschule habe ich bereits Ende Januar 2015 darüber informiert, dass kein Verkauf, sondern lediglich eine längerfristige Überlassung im Raum steht.“

Aktuelle SorgenANPlWeinbergschule um die Zukunft des Altbaus der Weinbergschule seien daher unbegründet und von politischer Seite geschürte Ängste insbesondere bei den Eltern von Schülerinnen und Schülern der Weinbergschule und anderen Interessierten dienten nicht der Sache.

Ohne Unterstützung eines Partners könne sich die Stadt eine Sanierung des Gebäudes bei Kosten von über 3 Mio. Euro nicht leisten. Noch dazu, da mangels eines nachweisbaren Bedarfs für das gesamte Gebäude keine Fördermittel zu erwarten wären. Tatsächlich würden derzeit von 14 Klassenräumen und einem guten Dutzend Nebenräumen lediglich zwei Klassenräume sowie fünf Räume für Mittagsbetreuung seitens der Weinbergschule genutzt. Zudem sei die Liste an dringend notwendigen Investitionen an anderen Ansbacher Schulen lang. Derzeit enthalte die Prioritätenliste „Hochbau“ allein für Schulen dringend erforderliche Maßnahmen in Höhe von über 40 Mio. Euro. Selbst diese könne man, laut Baureferent Jochen Büschl, nur Stück für Stück angehen. Jedes Jahr fließe daher ein Großteil des städtischen Investitionspakets in die Schulen, so die Oberbürgermeisterin.

„Nicht vergessen darf man zudem, dass der heute genutzte Teil der Weinbergschule erst 2011 mit viel Geld auf Neubau-Standard saniert wurde“, so Finanzreferent Hans Schwarzbeck. „Damit verfügt die Weinbergschule heute über die am besten sanierten Räume aller Ansbacher Grundschulen“, ergänzt Schulreferent Holger Nießlein.
„Nach Absprache mit den Fraktionsspitzen und einer umfassenden Information im Stadtrat führten wir im Herbst letzten Jahres ein erstes Gespräch mit Vertretern von Diakonie, Pestalozzischule und Evangelischer Schule“, erinnert die OB. „Die in diesem Gespräch geborene Idee, dass der oder die Partner das Gebäude sanieren und wir dieses dann gemeinsam nutzen, verspricht eine sehr gute Lösung für die Weinbergschüler und die anderen Beteiligten. Die Einrichtung eines zusätzlichen Hortangebotes ergänzend zu Unterrichtsräumen, Fachräumen und Mittagsbetreuung könnte zudem einen Mehrwert für alle bringen.“ Aktuell stehe zudem kein Verkauf, sondern lediglich eine aus Förderaspekten nötige, längerfristige Überlassung des Gebäudes im Raum.

„Der Stadtrat hat im letzten Jahr im Rahmen des Haushaltsbeschlusses lediglich eine Einnahmeerwartung in den Haushalt aufgenommen. Es stimmt also nicht, dass bereits der Verkauf des Gebäudes beschlossen ist“, erläutert Finanzreferent Schwarzbeck. Hierzu bedürfe es einer gesonderten Stadtratsentscheidung.

„Ich kann daher nur noch einmal um Geduld bitten. Sobald wir die Fakten und Zahlen auf dem Tisch haben, werden wir mit allen Beteiligten reden“, so OB Seidel. „Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe des März mehr wissen. Dann gehen wir auf die Schulfamilie und die Gremien zu, informieren sie umfassend und finden gemeinsam sicher die beste Lösung.“

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