Ansbach Plus | 17. August 2017 AN + | 17.08.2017

Sandabbau Birkach-Friedrichsthal entspricht nicht den Erfordernissen der Raumordnung

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Pressemitteilung der Regierung von Mittelfranken vom 02.03.2015:

Sandabbau Birkach-Friedrichsthal (Gemeinden Bechhofen und Ehingen, Landkreis Ansbach) entspricht nicht den Erfordernissen der Raumordnung

Die Regierung von Mittelfranken hat das Raumordnungsverfahren für die Gewinnung von Sand bzw. Quarzsand im geplanten Tagebau „Birkach-Friedrichsthal“ mit dem Ergebnis abgeschlossen, dass
das Vorhaben nicht den Erfordernissen der Raumordnung entspricht.

Das Vorhabengebiet in dem als „Heide“ bekannten Waldgebiet im Markt Bechhofen und der Gemeinde Ehingen (beide Landkreis Ansbach) umfasst ca. 36,6 ha, wovon laut Antrag auf ca. 24 ha
ein Sandabbau als Nassabbau stattfinden soll.

Die Anhörung von Fachstellen und der Öffentlichkeit hat ergeben, dass der Sandabbau auch unter denkbaren Maßgaben nicht mit dem gewichtigen öffentlichen Belang des Trinkwasserschutzes in
Einklang gebracht werden kann. Maßgeblich war dabei, dass das Kommunalunternehmen Markt Bechhofen aktuell die Erschließung von zwei neuen Brunnen plant und deshalb die Festsetzung
eines Wasserschutzgebietes beantragt hat. Diesem Belang kommt in dem auf den betroffenen Flächen im Regionalplan ausgewiesenen Vorbehaltsgebiet für die öffentliche Wasserversorgung in
der Abwägung ein besonderes Gewicht zu. Prüfungen der Fachstellen haben ergeben, dass weder eine Verkleinerung der Abbaufläche noch eine Beschränkung auf einen oberflächennahen
Trockenabbau von Sand einen ausreichenden Schutz des Grundwassereinzugsgebietes der Brunnen gewährleisten würden.

Außerdem entspricht das Vorhaben nicht dem vom Regionalen Planungsverband festgelegten Gebot zur Konzentration großflächiger Abbauvorhaben in ausgewiesenen konfliktarmen Bereichen (Vorrang und
Vorbehaltsgebieten für den Abbau von Bodenschätzen). Ausnahmen von diesem Gebot sind zwar grundsätzlich möglich, aber im konkreten Fall sind nach dem Ergebnis des Raumordnungsverfahrens keine
Gründe vorhanden, die eine Ausnahme rechtfertigten.

Die Regierung von Mittelfranken hatte im September 2014 das Raumordnungsverfahren eingeleitet und 30 Behörden, Institutionen und Kommunen zur Stellungnahme aufgerufen. Zudem haben sich im
Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung 428 Bürger, zum Teil mittels Unterschriftenliste, gegen das Vorhaben ausgesprochen.

Die landesplanerische Beurteilung steht ab dem 02.03.2015 zur Verfügung auf der Internetseite http://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/aufg_abt/abt3/abt35003_Raumordnungsverfahren.htm.

Quelle: Regierung von Mittelfranken

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