Ansbach Plus | 22. August 2017 AN + | 22.08.2017

Startschuss für den Bau am Klinikum Ansbach

In seiner Haushaltsrede im Kreistag des Landkreises Ansbach ging der Fraktionsvorsitzende der CSU-Kreistagsfraktion Stefan Horndasch auch auf die Entwicklung bei ANregiomed und hier insbesondere auf die Baumaßnahme am Klinikum Ansbach ein:

Quelle: ANregiomed

Quelle: ANregiomed

„Erfolge können wir -trotz mancher Unkenrufe- im Bereich unserer Kliniklandschaft vorzeigen. Wir haben es mit vielen Geburtswehen geschafft, 2013 unsere Häuser zusammen mit der Stadt Ansbach in der kommunalen Trägerschaft zu einem Kommunalunternehmen zusammenzuführen. Dieses bietet eine realistische Möglichkeit, die einzelnen Standorte unseres Gesamtklinikums ANregiomed trotz bundesweit schwieriger Rahmenbedingungen auch künftig in kommunaler Trägerschaft aufrecht zu erhalten.

Wir haben ein Zukunftskonzept auf den Weg gebracht, welches mit klarer Zielsetzung und strukturierter Arbeit dazu dient, unsere Kliniken für die Herausforderungen der nächsten Jahre vorzubereiten und fit zu machen.
Mir ist bewusst, dass dies von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von den Krankenschwestern und Krankenpflegern, den Ärztinnen und Ärzten und allen Beschäftigten in der Verwaltung und im Funktionsdienst viel abverlangt. Es eröffnet aber auch die Möglichkeit, für die Patientinnen und Patienten eine noch bessere medizinische Versorgung zu erreichen.
Viel abverlangt wird aber auch den Trägern und wir sind dazu bereit. 4,5 Mio. € in diesem Verwaltungshaushalt sind möglich und nötig zugleich. Damit rüsten wir uns schon jetzt für die künftigen finanziellen Herausforderungen, die sich durch Jahresfehlbeträge der zurückliegenden Jahre ergeben haben. Zugleich steht aber auch der Fortgang der Baumaßnahmen am Klinikum Ansbach mit rund 130 Mio. € unmittelbar vor dem Startschuss. Hier war es richtig, dass durch Vorstand Dr. Goepfert und sein Team, nochmals eine Denk- und Überlegungspause eingebracht wurde, um die Baumaßnahmen mit dem Zukunftskonzept zu verknüpfen und neu zu justieren und aufzustellen. Das PPP-Modell, welches 2011 vor seiner Vorstandstätigkeit, auf den Weg gebracht wurde, hat sich als nicht umsetzbar dargestellt. Die Frage der zur Leistungserbringung zur Verfügung stehenden Bettenkapazitäten konnte erst mit der Neustrukturierung zufriedenstellend gelöst werden, so dass während der Baumaßnahme kein Einbruch auf der Erlösseite erfolgen muss.
Nachdem mit viel Einsatz nunmehr diese Leitlinie für die Baumaßnahmen am Klinikum Ansbach konkret dargestellt werden kann, was die zeitliche und finanzielle Schiene betrifft, kann mit der Umsetzung der Sanierungsmaßnahme begonnen werden.
Die CSU-Fraktion hält es unter Gesamtwürdigung der Umstände für zielführend, dass das Unternehmen ANregiomed in den nächsten Jahren bis zur Errichtung des Bettenneubaus bei der Baufinanzierung durch die Träger entlastet wird. So wird das Unternehmen in die Lage versetzt, die Konsolidierung der Finanzen vorzunehmen.
Wir müssen dann als Landkreis die Summe von knapp 13 Mio. € aufbringen, wenn dieser Abschnitt bei einer Förderung von 46,7 Mio. € einen Trägeranteil von 18,5 Mio. € kosten wird. Dies ist übrigens kein neuer Weg, denn bis zur Bildung von ANregiomed, wurde das Klinikum Ansbach im Bau immer aus Trägermitteln finanziert. Dahinter steht auch die Hoffnung, dass der Strukturprozess der Krankenhausfinanzierung es zulässt, dass das Unternehmen die weiteren Bauabschnitte aus eigener Kraft stemmen kann.
Ich bin aber überzeugt davon, dass uns die Herausforderungen in diesem Bereich noch zu Veränderungen fordern werden, die wir uns heute noch nicht vorstellen können.
Nach dem Gelingen der Verbundbildung hatte ich einen Hauch von Gedanken verspürt, dass es zumindest etwas weniger Anstrengungen bedarf, aber diese Gedanken waren schnell vorüber. Die Dauer von Sitzungen lässt nicht automatisch einen Rückschluss auf die Produktivität und Effektivität zu, aber sie zeigt, dass wir im Verwaltungsrat von ANregiomed stets daran arbeiten, unserer Verantwortung gerecht zu werden. Dazu gehört auch Vertrauen, welches uns die Kolleginnen und Kollegen des Kreistages an dieser Stelle entgegengebracht haben. Dafür herzlichen Dank!
Auch wenn die eine oder andere Entscheidung bei dem ein oder anderen Mitglied des Kreistags auf Bedenken oder Skepsis stößt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Ich für meine Person bin gerne für jeden Dialog aufgeschlossen und bereit.
In unserem Haushalt haben wir die entsprechenden Mittel bereitgestellt -dies teilweise in den vergangenen Jahren auch schon im Vorgriff- um das Unternehmen in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.“

Bild: Darstellung des Klinikums Ansbach nach der Fertigstellung.

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