Ansbach Plus | 24. August 2017 AN + | 24.08.2017

Das Einzige, was unsere Stadt noch wirklich und beständig belebt, ist unser Wochenmarkt!

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Von Adelheid Seiler: Offener Brief an die Oberbürgermeisterin, die Bürgermeister, deren weitere Vertreter, sowie die Referenten der Stadt Ansbach

Sehr geehrte Repräsentanten und Entscheidungsträger der Stadt Ansbach,

Seiler

Seiler

ich frage Sie, warum muss bei jedem angeblichen „Event“ (zur Zeit ist es gerade mal Eis) unser einziges, wirkliches und vor allem beständiges Event – nämlich der Wochenmarkt – vom Martin-Luther-Platz weichen, d.h. der immer Leidtragende sein, und damit auch wir, die wir doch tatsächlich noch in der Innenstadt wohnen. Wenn man Glück hat erfährt man es, hat man keine Zeitung – Pech gehabt!
Die Fieranten des Wochenmarktes:…„Man verschiebt uns wie man es gerade braucht. Wir sind der Stadt nichts wert….“
Andere Städte wissen um die Bedeutung eines Wochenmarktes, um seine Aufgabe als Treffpunkt, der er ja auch ist. Und Ansbach? Warum, so frage ich, kommt dieses neueste, sehr fragwürdige, (da ungeheuer arbeitsaufwändige, sehr kostspielige, ökologisch kaum vertretbare) „Event“ nicht auf den Montgelasplatz oder in die Reitbahn??? Zwei Plätze, die für außerplanmäßige Veranstaltungen doch hervorragend geeignet sind? Der Wochenmarkt jedenfalls müsste in dieser, unserer Innenstadt an erster Stelle stehen und zwar ohne Wenn und Aber. Wir brauchen ihn, er ist gut und er bringt tatsächlich Leute in die Stadt und das beständig und verlässlich, ohne dass es den Stadtsäckel viel kostet. Wird er immer wieder versetzt, so wie es der Stadt oder Citymarketing gerade passt, hat er (wurde mir gesagt) jedes mal bis zu 25% Einbußen! Ganz schön viel, wenn man davon leben muss, finde ich. Auch der Weihnachtsmarkt, dieses „Großevent“, vertreibt ihn immer früher. Dieses Jahr soll er – unverständlicherweise – schon wieder am Dienstag vor dem ersten Advent beginnen. Normalerweise, aber was ist schon normal, beginnt ein Weihnachtsmarkt zum 1. Advent, d.h. frühestens am Freitag davor. Und das Beste ist ja, dass diejenigen, die den Weihnachtsmarkt gestalten sollen und die, die durch ihn dann vertrieben werden, überhaupt nicht in diese Terminplanung eingebunden waren. Warum auch! Warum sollte man mit Ihnen reden! Am Schluss bleibt ihnen ja nichts anderes übrig als mitzuspielen.
Noch einmal: Das Einzige, was unsere Stadt noch wirklich und beständig belebt, ist unser Wochenmarkt. Um dieses Gut sollte man wissen und ihn in Zukunft freundlicher und liebevoller behandeln und nicht wie das letzte Rad am Wagen.
Er ist unser „Menschen-in-die-Stadt-Bringer“.
Überzeugen Sie sich doch mal selbst davon.

Ich grüße Sie,
Adelheid Seiler, eine Innenstadtbewohnerin

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