Ansbach Plus | 19. August 2017 AN + | 19.08.2017

Nutzerzahlen in Bussen und Aquella fallen auf neues Rekordtief

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Pressemitteilung der Offenen Linken Ansbach:

Die OLA-Fraktion setzt sich für bezahlbare und nachfrageorientierte Tarifgestaltung im Busverkehr ein: "Bürgerwohl muss Vorrang haben vor Profitinteressen der Thüga AG"

OLA-Fraktion

ABuV-Jahresabschluss im Bundesanzeiger veröffentlicht – OLA: „Preiserhöhungsparteien CSU und SPD tragen Verantwortung für Abwärtsspirale“
Spät wie noch nie hat die Ansbacher Bäder- und Verkehrsgesellschaft (ABuV) erst jetzt ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 im Bundesanzeiger veröffentlicht . Dort heißt es einleitend: „Deutschlands Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) entwickelt sich positiv. Egal, ob auf Schiene oder Straße, in der Stadt und auf dem Land: Busse und Bahnen sind ein unverzichtbarer und wichtiger Bestandteil der Mobilität aller Bürgerinnen und Bürger.“

Das Problem ist nur: Dieses wichtige Ziel wird in Ansbach in zunehmend geringerem Maße erreicht. Infolge der verheerenden Preispolitik können sich nämlich immer weniger Menschen Fahrten mit Ansbacher Bussen leisten oder steigen mangels Preisvorteils auf das PKW um. Dies dokumentieren die Fakten: Die Fahrgastzahl ist 2013 erneut um 53.000 oder 2,8 Prozent zurückgegangen, nachdem diese bereits im Vorjahr um 275.000 (13 Prozent) einbrach. Vorangegangen war der Tarifsprung von S auf K.
Dass dies noch nicht das Ende der Abwärtsspirale ist, legt die Tatsache nahe, dass ABuV-Geschäftsführer Roland Moritzer gegenüber dem Stadtrat am 17.07.2014 nicht dementieren wollte, dass im ersten Halbjahr 2014 die Nutzerzahlen gegenüber 2013 erneut im zweistelligen prozentualen Bereich zurück gegangen sind. Auch für 2015 lässt die von CSU, SPD und FW mitgetragene nächste Preiserhöhungsrunde auf Tarifstufe D alles andere als eine Erholung erwarten. Auf ein neues Rekordtief ist 2013 infolge mehrerer Preissprünge derweil auch die Zahl der Badegäste im Aquella gefallen: um 3,8 Prozent oder 7.600 Besucher auf nur noch 194.700.

„Die Preiserhöhungsparteien CSU und SPD tragen durch ihre bürgerferne Tarifpolitik in Hinterzimmern die Verantwortung dafür, dass die Nachfrage bei der hundertprozentigen Stadttochter ABuV immer weiter einbricht. So rückt der gesetzliche und gesellschaftliche Anspruch, wonach Mobilität und gesundheitsfördernde Freizeitgestaltung wichtige Bestandteile der öffentlichen Daseinsvorsorge bilden sollen, in immer weitere Ferne. Gleichzeitig sinkt das ABuV-Defizit trotz der Zusammenstreichung des ÖPNV-Angebots nicht. Wir bleiben dabei: Die zentrale Stellschraube bei diesen städtischen Angeboten ist nicht das Herumdoktern an einzelnen Linien, sondern eine Preispolitik, die umweltfreundliche Mobilität attraktiv macht“, kommentiert die Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA) die Verlustzahlen.
Forderung: Moritzer soll Zahlen für 2014 jetzt auf den Tisch legen

Die OLA sieht jedoch auch Managementfehler bei der ABuV. So lasse die dortige Informationspolitik sogar ANregiomed als „Vorbild für Transparenz“ erscheinen: „Das Gebaren der Geschäftsführung gegenüber dem Stadtrat ist inakzeptabel. Als städtisches Unternehmen hat die ABuV dem Gremium stets die aktuellen Nutzer- und Defizitzahlen auf den Tisch zu legen anstatt es sich hinter den dicken Mauern der Thüga-AG-Konferenzsäle gemütlich zu machen und erst nach Jahresfrist still uns leise mittels Mindestveröffentlichung im Bundesanzeiger schlechte Nachrichten zu überbringen“, betonte die OLA.

Die Fraktion wird OB Carda Seidel als Aufsichtsratsvorsitzende daher einen Fragenkatalog in Sachen ABuV-Zahlen zur Beantwortung in der Stadtratssitzung am 16.12.2014 vorlegen. Neben der aktuellen Nutzerentwicklung wird hierbei auch der hohe Werbeetat eine Rolle spielen.

gez. Boris-André Meyer
Fraktionsvorsitzender
www.offene-linke-ansbach.de

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