Ansbach Plus | 25. Juni 2017 AN + | 25.06.2017

Weinbergschule: Eltern besorgt wegen akuter Raumnot!

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Offener Brief
an die Oberbürgermeisterin der Stadt Ansbach, Carda Seidel,
und an die Parteien im Stadtrat

Foto: Timo Ebert

Foto: Timo Ebert

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren

mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass der Raumbedarf der Weinbergschule in Zukunft – möglicherweise schon ab dem Schuljahr 2015/2016 – nicht mehr befriedigt werden kann.

Wir bitten daher dringend darum, dass die Stadt Ansbach im Haushalt Mittel für folgende Maßnahmen bereitstellt und diese durchführt:
• der derzeit zum großen Teil leer stehende, an die Berliner Straße angrenzende Altbau der Weinberg-Hauptschule wird nicht, wie geplant, verkauft,
• der Altbau wird stattdessen saniert, so dass er dauerhaft und in erster Linie für die Weinbergschule (Grundschule Nord) zur Verfügung steht.

Der Raummangel an der Weinbergschule wurde gegenüber der Verwaltung seit 2012 in diversen Schreiben der Schulleitung detailliert kommuniziert. Wir fassen hier daher nur kurz zusammen:
2011/2012 waren 175 Schüler in 8 Klassen. Jetzt sind 212 Schüler in 10 Klassen.
2012/2013 besuchten nur 53 Schüler die Mittagsbetreuung; jetzt sind dies 96 Schüler.

Foto: Timo Ebert

Foto: Timo Ebert

Gleichzeitig nimmt der Raumbedarf erheblich dadurch zu, dass mehr Schüler mit Migrationshintergrund zu betreuen sind; die Schule hat insoweit ohnehin einen erhöhten Bedarf bereits dadurch, dass auch das Kinderheim und das Frauenhaus im Sprengel liegen. Es sind „Nullsprecher“, psychisch kranke, verhaltensauffällige und traumatisierte Kinder zu betreuen, indem Förderunterricht gewährt wird, der nicht in Klassenzimmern stattfinden kann.

Die Weinbergschule (Grundschule Nord) benötigt daher aktuell aus dem Altbau 7 Zimmer. Der Bedarf wird steigen.

Die von der Verwaltung gemachten Abhilfe-Vorschläge sind inakzeptabel (Auslagerung von Klassen in die Güllschule, 30 Kinder pro Raum in der Mittagsbetreuung, Aufnahme-Stopp für die Mittagsbetreuung) oder nicht vorschriftsgemäß (Mittagsbetreuung im Klassenzimmer) oder nicht zielführend (Änderung der Sprengelgrenzen) und ignorieren voll den Raumbedarf, der durch die o. a. notwendige Einzelbetreuung entsteht (Förderunterricht, Mobiler sonderpädagogischer Dienst, Jugendsozialarbeit).

Zum Verwaltungsvorschlag, für die Mittagsbetreuung einen Aufnahme-Stopp zu verhängen:
In Zeiten, in denen Mütter auf Erwerbstätigkeit angewiesen sind und staatlich gefördert die Anzahl der Krippenplätze stark ausgebaut wird, wäre es konzeptlos Schülern dann beim Eintritt in die Grundschule keine ausreichende Kapazität zur Verfügung zu stellen mit der Folge, Schüler abweisen zu müssen. Dies würde berechtigt ein desolates und schlechtes Bild auf die Stadt Ansbach und die Weinbergschule werfen.

Der Elternbeirat der Weinbergschule kann die Lösungsvorschläge der Verwaltung auch im Übrigen in keinster Weise nachvollziehen bzw. akzeptieren. Es geht hier um das Wohl der Kinder. Diese sind das wichtigste Gut unserer Gesellschaft. Auch die Wählerinnen und Wähler haben nicht vergessen, dass alle Parteien sich vor der Wahl die „familienfreundliche und bildungsfreundliche“ Stadt auf die Fahnen geschrieben haben.

Die Stadt möge daher unserem Anliegen entsprechen.

Bitte stellen Sie die erforderlichen Anträge!

Gerne stehen wir für Rückfragen bereit.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Tanja Maier
Elternbeiratsvorsitzende

 

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