Ansbach Plus | 18. August 2017 AN + | 18.08.2017

Kriminalstatistik 2013

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v.l. Kriminaloberrat Hermann Lennert, Leiter der Kriminalpolizei Ansbach, Simone Wiesenberg, PHKin, Leiterin Ermittlungsgruppe der PI Ansbach, Polizeidirektor Heinz Prießmann, Dienststellenleiter PI Ansbach

v.l. Kriminaloberrat Hermann Lennert, Leiter der Kriminalpolizei Ansbach, Simone Wiesenberg, PHKin, Leiterin Ermittlungsgruppe der PI Ansbach, Polizeidirektor Heinz Prießmann, Dienststellenleiter PI Ansbach

Für die Ermittlungen im Bereich der Stadt Ansbach waren die Polizeidiensstellen der Polizeiinspektion und der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach zuständig. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Zuwachs von + 43 Fällen von Straftaten (= + 1,6 %).

Gesamte Kriminalstatistik 2013 für Mittelfranken (anklicken)

Besondere Entwicklungen

Bild 12.03.14 um 17.37In Ansbach veränderte sich die Gesamtzahl der Straftaten seit 2010 nur sehr geringfügig. Die Aufklärungsquote konnte gegenüber dem Vorjahr um einen weiteren Prozentpunkt auf nunmehr 69,8 % gesteigert werden.

Der markante Anstieg der Sexualdelikte ist hauptsächlich auf die Zunahme im Bereich des Verbreitens pornografischer Schriften zurückzuführen. Analog zur mittelfränkischen Entwicklung haben auch in Ansbach die einfachen Diebstähle zugenommen, was einer Steigerung im Deliktsbereich der Ladendiebstähle geschuldet ist.

Die schweren Diebstähle, darunter auch die Wohnungseinbrüche, gingen leicht zurück. Letztere befinden sich in Ansbach mit gerade einmal acht Fällen auf einem sehr niedrigen Niveau.

Bild 12.03.14 um 17.40Erfreulich ist auch die Entwicklung der Körperverletzungsdelikte, die im Vergleich zum Vorjahr um 21,9 % zurückgingen. Die Sachbeschädigungen reduzierten sich ebenfalls insgesamt um 77 Fälle und somit um fast 20 %. Nach einem Absinken der Rauschgiftdelikte in den Jahren 2009 bis 2012 stiegen diese 2013 erstmals wieder von 85 auf 169 Delikte an. Diese Entwicklung ist jedoch maßgeblich auf die verstärkten Kontroll- und Fahndungstätigkeiten der Polizei in diesem Bereich zurückzuführen.

Übersicht:

  • deutlich weniger Widerstand gegen Vollzugsbeamte
  • Anstieg bei der Aufklärungsquote
  • Erhöhte Bereitschaft zur Strafanzeige bei Sexual-Delikten
  • Alkohol spielt große Rolle bei Körperverletzungsdelikten: bei fast 2/3 Gefährlicher KV ist Alkohol im Spiel
  • Prävention hinsichtlich Wohnungseinbrüchen erfolgreich. Stadt Ansbach weniger betroffen, Delikte meist nur außerhalb des Stadtgebietes
  • Droge Crystal weiter auf dem Vormarsch, daneben Kräutermischungen
  • Rückgang bei Pkw-Aufbrüchen
  • Anstieg bei Beförderungserschleichung und provozierten Verkehrsunfällen in Zusammenhang mit Versicherungsbetrug (Kommission „Crash“)
  • Hospitationen der einzelnen Polizeibehörden untereinander sehr hilfreich (Bsp. Betäubungsmittel: Streifenbeamte hospitieren bei Kripo zwecks Szene- und Stoffkunde).

 

Markante Fälle

Seit Mitte des Jahres 2013 wurden in unregelmäßigen Abständen mehrere Einbrüche in die Bauruine der Thermischen Abfallentsorgungsanlage (TAE) in Ansbach begangen. Zielrichtung waren dort gelagerte Metallkörper aus reinem Kupfer. Bereits früh wurde auf dem nicht elektrifizierten großräumigen Gelände eine sog. Wildkamera installiert, die folglich Hinweise über Tattage und -zeiten und auf einen Einzeltäter brachte.

Bis Mitte August wurden insgesamt acht Einbrüche mit einem Diebstahlsschaden von 2.000 Euro bearbeitet, die aufgrund der Arbeitsweise einem Einzeltäter zuzuordnen waren, welcher letztlich bei einer gezielten Überwachung festgenommen werden konnte. Der Beschuldigte, ein hochverschuldeter Wasserinstallateur aus dem Ballungsraum, der äußerst geschickt und konspirativ vorging, wurde zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

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