Ansbach Plus | 19. August 2017 AN + | 19.08.2017

„Täter-Opfer-Ausgleich“ erfolgreich!

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TOA-Team

TOA-Team

Seit September 2012 ist der Verein Straffälligenhilfe – Netzwerk im Landgerichtsbezirk Ansbach e.V. Mitglied in der Täter-Opfer-Ausgleich-Landesgruppe Bayern (TOALGB).

Als Mitglied im TOALGB ist der Verein Straffälligenhilfe – Netzwerk im Landgerichtsbezirk Ansbach e.V. mit unseren Kooperationspartnern Weißer Ring e.V. und Präventionswegweiser e.V. für alle TOA ́s in der Region 8 zuständig und decken damit die professionelle Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs für das gesamte westliche Mittelfranken ab.

Bei einem Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) treffen Täter und Geschädigter freiwillig zusammen um den sozialen Frieden wieder herzustellen, der durch eine Straftat gestört wurde. Diese sozial- und rechtsfriedensstiftende Normverdeutlichung geschieht durch einen professionellen Vermittler, der allparteilich die positive Konfliktlösung und den Schadensausgleich leitet. Täter sowie Opfer haben die Gelegenheit aktiv die Problematik zu klären. Im Mittelpunkt eines Täter-Opfer- Ausgleichs stehen die Interessen des Opfers und die aktive Beteiligung des Täters, den Schaden wieder gut zu machen, sowie die ausführliche, außergerichtliche Aussprache beider Parteien in Form einer Entschuldigung.

Durchgeführt wird dieser TOA von einem Team an Fachkräften. Dem Verein stehen dazu zwei hauptamtliche und sechs ehren-bzw. nebenamtliche Fachkräfte (Mediatoren in Strafsachen) zur Umsetzung zur Verfügung.

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Die Zuweisung der Fälle erfolgt bisher ausschließlich durch die Staatsanwaltschaft Ansbach und die Amtsgerichte Ansbach und Weißenburg – Jugendgerichte.

Die Finanzierung dieser Maßnahme ist nach wie vor nicht gesichert. Derzeit wird dieses Projekt aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert. Weiterhin werden durch die Justiz, in deren Auftrag die TOA ́s durchgeführt werden, Mittel aus Geldauflagen dem Verein zur Umsetzung des TOA zugewiesen. Eine Regelfinanzierung ist derzeit aber noch nicht gewährleistet. In einigen Regionen Bayerns finanziert auch die örtliche Jugendhilfe bei Jugendlichen und Heranwachsenden den TOA mit, da es sich bei einer Mediation in Strafsachen auch um eine Jugendhilfe im Sinne des § 27 SGB VIII handelt. Hier im Landgerichtsbezirk Ansbach wurde darauf bisher verzichtet, um die öffentlichen Kassen der Jugendhilfeträger nicht zusätzlich zu belasten, obwohl die überwiegende Anzahl an Fällen im Bereich des Jugendrechtes umgesetzt werden.

Durch die fehlende gesicherte Regelfinanzierung wurden durch den Vorstand des Vereins die Fallzahlen im Landgerichtsbezirk Ansbach auf maximal 30 Fälle begrenzt. Ein TOA kostet dem Verein ca. 800 €. Bei 28 Fällen 2013 entstanden dem Verein 2013 Kosten in Höhe von 22.126 €.

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen im Täter-Opfer-Ausgleich kann abschließend zusammengefasst werden, dass eine Einstellung des Verfahrens durch die Durchführung des TOA für den Täter und für das Opfer von Vorteil ist. Der Täter hat die Möglichkeit sich zu äußern, das Verfahren kann mittels einer professionell begleiteten Konfliktlösung eingestellt werden und das Opfer empfindet eine Aussprache im außergerichtlichen Rahmen in der Regel angenehmer, als die Zeugenbefragung vor Gericht. Der Verein Straffälligenhilfe – Netzwerk im Landgerichtsbezirk Ansbach e.V. ist froh darüber, dass dieses Angebot – Täter- Opfer-Ausgleich- jetzt auch im Landgerichtsbezirk Ansbach etabliert ist und unsere regionale Erfahrung und Statistik auch Teil der bayernweiten Jahresstatistik ist.

Unter unserer Homepage www.straffaelligenhilfe-ansbach.de finden Sie alle neuen Informationen rund um den TOA und zum Verein kompakt zusammengefasst. Für weitere Informationen oder Fragen steht Herr Pfister unter Tel: 01525/2457047 zur Verfügung.

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