Ansbach Plus | 22. August 2017 AN + | 22.08.2017

30 Jahre Ansbacher Markgrafenmuseum – Sonderschau

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MarkgrafenmuseumAnlässlich des 30jährigen Bestehens findet vom 19.März bis 27.April 2014 im Markgrafen-Museum Ansbach die kleine Sonderschau „… wie die Zeit vergeht. 30 Jahre Markgrafenmuseum Ansbach 1984-2014“ statt.

Es war ein langer Weg, bis aus dem früheren „Stadt- und Kreismuseum“ ein modernes regionales Schwerpunktmuseum Westmittelfrankens geworden war. Im März 1984 konnte das neue Markgrafenmuseum offiziell eingeweiht werden. Die Basis für das Museum bildeten die Sammlungen des Historischen Vereins für Mittelfranken und die Sammlungen der Stadt Ansbach, die seit 1932 zusammengeschlossen waren. Seit 1961 waren die Sammlungen in neun Räumen des Schnizleinshauses untergebracht. Davor hatten in der ehemaligen „markgräflichen Obereinnehmerei“ bereits zwei Räume die „Kaspar Hauser Sammlung“ gezeigt. In den 1970er Jahren wuchs der Wunsch nach einem großen Museumskomplex, aber es sollte bis 1984 dauern, bis die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Schnizleinshaus und an den „Schillers Weinstuben“ abgeschlossen waren.

mk4Stolz sprach bei der Eröffnung der damalige Regierungsvizepräsident Dr. Elmar Schuegraf von einer „kulturellen Großtat“ und lobte die geglückte Symbiose aus denkmalpflegerischen Leistungen und wertvoller Museumsarbeit. Die Didaktik des neuen Hauses fasste 1984 Museumsleiter Adolf Lang unter der Prämisse „Das Museum führt sich selbst“ zusammen.

Aber die notwendigen Sanierungen des historischen Gebäudekomplexes sollten in den 1980er und 1990er Jahren fester Bestandteil der Geschichte des Hauses bleiben. Immer wieder musste sich der nunmehrige Museumsleiter Werner Bürger mit dem Wandern seiner Museumsgüter befassen. Gegen Ende der 1990er Jahre stand das neue Motto „Erlebnis Museum“ im Mittelpunkt. Die Folge war eine nach modernen musealen Gesichtspunkten eingerichtete Kaspar-Hauser-Abteilung als wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Im Jahr 2000 konnten schließlich die Markgrafen-Abteilungen eingeweiht werden. Die Kosten für die Sanierung der Gebäude und der Neugestaltung beliefen sich auf insgesamt 4.8 Mio. Mark. Dabei entfielen 3,3 Mio. DM auf die bauliche Museumsgestaltung, 1,5 Mio. DM auf die museumsspezifische Innenausstattung.

Sonderschau:

mk2Zur Geschichte des Markgrafenmuseums hat der neue Leiter Dr. Wolfgang F. Reddig mit fachlichen Hinweisen durch Werner Bürger die kleine Sonderschau „…wie die Zeit vergeht. 30 Jahre Markgrafenmuseum Ansbach 1984-2014“ zusammengestellt. So sollte etwa ein dreigliedriger Museumsbau 1990 die Sammlungen aufnehmen, doch entschied man sich für eine Verbindung der beiden historischen Gebäude über den Wehrgang der Stadtmauer. In Zeitungsausschnitten und Originaldokumenten wird die wechselvolle Geschichte des Hauses erlebbar, wenn beispielsweise 1997/98 die Planungen für die moderne Kaspar-Hauser-Abteilung Gestalt annahmen. Eindrucksvoll sind die originalen Vorzeichnungen zu den Markgrafenabteilungen des Jahres 2000. Dass dem Museum die Themen nicht ausgehen, zeigen ebenso die Porzellanplastiken des Künstlers Waldemar Fritsch, wie ausgewählte Stücke aus den Depots, die neugierig machen sollen auf die nächsten Jahre.

Die Sonderschau kann von Di – So 10-17.00 Uhr zum Sonderpreis von 1.00 Euro besichtigt werden, der Besuch des ganzen Museums kostet wie üblich 2,50 Euro für Erwachsene.

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