Ansbach Plus | 22. August 2017 AN + | 22.08.2017

Die Abwesenheiten der OB Seidel

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Die Kommunalwahlen stehen an und die Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel brüstet sich mit dem in den vergangenen sechs Jahren vermeintlich durch sie Erreichten.

Doch wirft das Verhalten der Ansbacher Stadtspitze auch einige Fragen auf – insbesondere betreffend die Teilnahme an für unsere Stadt wichtigen Sitzungen und Besprechungen.

So ist zu vernehmen, dass Frau Seidel bei Verwaltungsrats-Sitzungen des Klinikums ANregiomed häufig nur teilweise anwesend ist. So ist die Ansbacher Oberbürgermeisterin – wie man hört – bei der Verwaltungsratssitzung am 11. Dezember 2013 gegangen bevor weitere 2,5 Stunden über die anstehenden Sanierungsvorhaben des Klinikums (ca. 120 Millionen Euro Gesamtvolumen) diskutiert wurde und entsprechende Beschlüsse gefasst wurden.

Auch die kürzliche Mahnung von Frau Seidel, mit den Anliegen der Chefärzte am Klinikum Ansbach ernsthaft umzugehen wirkt unverständlich, wenn man dann erfährt, dass der Verwaltungsrat von ANregiomed sich in seiner Sitzung am 28. Februar 2014 mehr als 8 Stunden ernsthaft mit dem Thema befasst hat, Frau Seidel aber wohl die Sitzung wieder einmal zwei Stunden vor ihrem Ende verlassen hat.

Doch die Sitzungsmüdigkeit betrifft anscheinend nicht nur das Klinikum. Frau Seidel formuliert immer wieder das Ziel des barrierefreien Ausbaus des Ansbacher Bahnhofs – ein Projekt, das nicht nur für die Stadt, sondern auch für das Umland Bedeutung hat. Auch wurde – wie Frau Seidel selbst betont – bereits Geld in die entsprechenden Planungen investiert.

Bei einer Besprechung von führenden Kommunalpolitikern mit den Spitzenvertretern der Deutschen Bahn für Bayern und Baden-Württemberg in Aalen in der vergangenen Woche blieb – so ist zu vernehmen – der für die Stadt Ansbach reservierte Platz leer.

Da stellen sich Fragen: Wie ernst nimmt Frau Seidel die großen Projekte in unserer Stadt, wenn sie bei entscheidenden Sitzungen fernbleibt? Wie glaubwürdig sind die formulierten Absichten von Frau Seidel, wenn sie die Umsetzung dann derart vernachlässigt?

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