Ansbach Plus | 17. August 2017 AN + | 17.08.2017

Ansbacher Hofgarten: „Die grüne Lunge unserer Stadt wieder durchgehend öffnen!“

 

Initiative übergibt Unterschriften für durchgehende Öffnung des Hofgartens an OB-Kandidat Boris-André Meyer

Schlösser- und Gartenverwaltung lehnt Annahme ab

Seit 2013 ist der Ansbacher Hofgarten für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr durchgehend zugänglich. Bereits in den frühen Abendstunden schließen sich die Tore der grünen Lunge der Rezatstadt.

 

 

Die Initiative für die durchgehende Öffnung des Hofgartens übergab jetzt 500 Unterschriften an OB-Kandidat Boris-André Meyer

Die Initiative für die durchgehende Öffnung des Hofgartens übergab jetzt 500 Unterschriften an OB-Kandidat Boris-André Meyer

Eine Initiative aus AnwohnerInnen und der Bevölkerung der Innenstadt setzt sich mit einer Unterschriftensammlung für eine durchgehende Öffnung ein. Nachdem die Ansbacher Schlösser- und Gartenverwaltung (SGV) die gut 500 Unterschriften nicht annehmen wollte, übergab Manuel Weybrecht als Vertreter der Initiative diese jetzt dem OB-Kandidaten der Offenen Linken Ansbach (OLA), Boris-André Meyer. Die OLA setzte sich bereits Ende 2012 vehement für die Beibehaltung der Hofgarten-Öffnung ein.

Weybrecht erinnerte an die wichtige Funktion des Hofgartens für die Naherholung der Innenstadtbewohner. Auch nach Feierabend soll es künftig wieder möglich sein, dort joggen oder mit dem Hund Gassi zu gehen, so der 23-jährige. Zudem bedeute die Schließung für Berufspendler aus der östlichen Schlossvorstadt oder dem Komponistenviertel teils große Umwege zum Bahnhof. Die Kosten der Vandalismusschäden die den Ansbacher SGV-Leiter Konstantin Buchner zur Schließung des Hofgartens veranlassten, seien mit einem Spitzenwert von 8.500 Euro im Jahr 2012 angegeben worden. Es sei zu vermuten, dass der private Sicherheitsdienst, der die Schließungen vornimmt, den Steuerzahlern deutlich mehr koste, so Weybrecht. Außerdem seien bereits mehrere Personen versehentlich im Hofgarten eingeschlossen worden. Eine Seniorin musste sogar von der Feuerwehr befreit werden.

Boris-André Meyer verwies auf die „zentralörtliche Verbindungsfunktion“ des Parks im Herzen Ansbachs, der mit 18 Hektar weitaus größer ist als die gesamte Altstadt (11 Hektar). Der Hofgarten sei aufgrund seiner Größe und zentralen Lage im Verhältnis zur Stadtgröße mit dem Englischen Garten in München oder dem Bayreuther Hofgarten vergleichbar: „Dort käme niemand auf die Idee einer Schließung“, betonte Meyer.

Als Oberbürgermeister werde er unverzüglich mit den für die SGV politisch Verantwortlichen in der Bayerischen Staatsregierung Kontakt aufnehmen. Auch Meyers Ziel ist eine durchgehende Öffnung. Zumindest eine Verlängerung der Öffnungszeiten als Kompromisslösung im Zwischenschritt sei jetzt schnell anzustreben: „Die Innenstadtbewohner sollen in den warmen Monaten auch nach Feierabend wieder die Möglichkeit zur Erholung im Nahbereich haben.“

 

 

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