Ansbach Plus | 17. August 2017 AN + | 17.08.2017

Die Ansbacher Grünen zum Thema Verkehr und Mobilität

Umweltfreundliche Mobilität

Umweltfreundliche Mobilität

Stadtbusse in den roten Zahlen, volle Straßen und Parkplätze, ein Bahnhof mit Barrieren und ohne ICE: Ansbach steht in Zukunft vor etlichen Herausforderungen, um seinen Bürgern eine moderne, bezahlbare und verlässliche Mobilität bieten zu können.
Wir Grüne fordern daher eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik, die durch ein gleichberechtigtes Nebeneinander von PKW, ÖPNV, Radfahrern und Fußgängern eine bessere Verteilung des Individualverkehrs im Stadtraum ermöglicht. Neue, innovative Verkehrsraummodelle, wie z.B. den des „geteilten Raumes“ (Shared Space) sind stärker zu berücksichtigen. Eine Süd-Ost-Tagente oder die Umgehung von Schalkhausen lehnen wir kategorisch ab. Ansbach soll zu einer Stadt mit hoher Mobilitätsqualität, aber umweltgerechten Verkehrsaufkommen werden! Wichtig ist uns die altersgerechte, an den demographischen Wandel angepasste Mobilität.

Dazu ist es notwendig, folgende Verkehrselemente zu stärken bzw. bereitzustellen:

Attraktiver und effizienter öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Wir Grüne wollen aus einem schlechten Neustart in den vergangenen zwei Jahren lernen und den Busverkehr in Ansbach zu einem starken Baustein im städtischen Verkehr entwickeln. Ein starker ÖPNV braucht gute Rahmenbedingungen. Nachfragestarke Strecken werden mit hohem Takt und direkter Führung gestärkt. Die detaillierte Erhebung der Fahrgastzahlen muss die Grundlage für eine Ausarbeitung des neuen ÖPNV-Konzepts sein. Die Umsetzung muss mit gezieltem Marketing einhergehen, den individuellen Vorteil der ÖPNV-Nutzung darzustellen.

Wir fordern:

  • Einrichtung von zwei Stammstrecken mit direkter Linienführung und hoher Taktung: Eine als Nord-Süd-Achse (Krankenhaus bis Brodswinden), die andere von West nach Ost (Waldfriedhof bis Eyb)
  • Angepasste Taktung für weitere Strecken mit möglichst direkter und damit schneller Linienführung
  • Gute, zuverlässige Vernetzung der Linien an den Knotenpunkten und enge Verzahnung mit der S-Bahn
  • Direkte, persönliche Werbung und hohe Kundenfreundlichkeit
  • Vielseitig nutzbares, einfaches Ticketsystem (an Verkaufsstellen, einfachen Automaten, im Internet und auf Mobiltelefonen)
  • Senioren-, Studenten- und Familientickets
  • Kostenloses Monatsticket für Neubürger im Rahmen eines „Willkommenspakets“
  • Barrierefreier Zugang zu den Bussen
  • Übersichtliche und gut lesbare Fahrpläne

Radverkehr

Um noch mehr Ansbacher zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen, wollen wir den Radverkehr flüssiger und sicherer machen. Eine wichtige Rolle spielt die konsequente Umsetzung und Fortschreibung des bestehenden Radwegkonzeptes und den darin angestrebten höheren Radfahreranteil.

Wir fordern:

  • Attraktive, sichere, schnelle und durchgängige Radverkehrsverbindungen
  • Mehr Wege für den Radverkehr durch Öffnung von Einbahnstraßen
  • Einrichten von Fahrradstraßen, die dem Fahrrad Vorrang vor anderen Verkehrsmitteln bieten
  • Überdachte Abstellplätze für Fahrräder an wichtigen zentralen Plätzen (wie Martin-Luther-Platz und Promenade)
  • Bessere Kennzeichnung des Verlaufs der Fernradwege in der Stadt mit Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten und historische Ereignisse.
  • Ein Konzept zur Schaffung und Beschilderung schneller Stadteilverbindungen für RadfahrerInnen
  • Zulassung des schnellen Radverkehrs auf den normalen Straßen.

 Fußgänger

Auch Fußgänger haben Ansprüche an Raum, Sicherheit und zügiges Vorankommen.

Wir fordern daher:

  • Ein attraktives Fußwegekonzept für Ansbach
  • Ausreichende Berücksichtigung der Belange der Fußgänger in der Verkehrsplanung

 Mehr Sicherheit

Wir Grüne in Ansbach setzen uns weiterhin für die Ausdehnung der Tempo 30-Zonen in Wohnbereichen, und das Tempolimit vor Schulen und Kindergärten ein, weil diese nachweislich zu einem gleichmäßigeren Verkehrsfluss führen, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöht, v.a. unserer Kinder, und die Lärm- und Abgasbelastung senken. Bei neuen Wohngebieten und umfassenden Straßensanierungen ist immer zu prüfen, ob verkehrsberuhigte Zonen einzurichten sind.

Wir fordern:

  • Tempo 30 in Wohnbereichen und vor Schulen und Kindergärten
  • Verkehrsberuhigte Zonen in reinen Wohnstraßen
  • Mehr Überwachung z.B. durch GAAs (Geschwindigkeitsanzeigeanlagen).

 Umweltfreundlicher Verkehr

Ansbach muss den umweltfreundlicheren Autoverkehr fördern. Elektromobilität, Hybrid- und Gasfahrzeuge müssen in Ansbach attraktive Rahmenbedingungen vorfinden.

Wir fordern:

  • Erdgas-Tankstelle für Pkw
  • Schnellladestationen für Elektroautos

 CarSharing

bedeutet das gemeinschaftliche Nutzen von Autos. Wir setzen uns als maßgebliche Mitinitiatoren dieser Einrichtung für den weiteren Ausbau der Carsharing-Flotte sowie die weitere Unterstützung des örtlichen Carsharing-Anbieters ein.

Wir fordern:

  • Bereitstellung von öffentlichen Parkplätzen
  • Kombination von CarSharing- mit ÖPNV-Tarifen.

 Bahn

Im Zuge der gesamtstädtischen Profilierung muss auch die Attraktivität des Bahnhofs Ansbach steigen.

Wir setzen uns ein für:

  • Die Einrichtung eines barrierefreien ICE-Halts in Ansbach
  • Eine Ausweitung des S-Bahn Bereichs (S-Bahn Weiterbau nach Dombühl und Schnelldorf bzw. Crailsheim).

Weitere Informationen auf www.gruene-ansbach.de oder www.christian-schoen.org .

 

Eva Schmid
Bernhard Schmid
Bündnis 90/Die Grünen
SprecherInnen Ortsverband Ansbach
Fischerstraße 6a
91522 Ansbach

 

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