Ansbach Plus | 20. August 2017 AN + | 20.08.2017

Ansbach wohin? – Dr. Christian Schoen fordert konsequente Stadtentwicklung

Ansbach 11.12.2013.  Bei dem ersten von drei Themenabenden widmete sich der OB-Kandidat Dr. Christian Schoen der Stadtentwicklung. Vor zahlreichen Zuhörern in der Postkantine betonte er, dass Ansbach eine Stadt mit sehr großem Potential sei. Seine Hauptmotivation, als OB-Kandidat anzutreten, sei, dieses Potential auszuschöpfen, um die Stadt lebenswerter, offener und damit erfolgreicher zu machen.

Dr. Christian Schoen sprach über Stadtentwicklung

Dr. Christian Schoen sprach über Stadtentwicklung

Leitbilder für wirtschaftlichen Erfolg, für eine lebendige Stadt Ansbach muss seine Zentralität bewahren und verhindern, dass der Umsatz im Einzelhandel durch Internet und Abwanderung nach Nürnberg und München schwindet. Ansbach muss sich dem demografischen Wandel stellen, denn bis 2031 wird der Anteil der über 65 jährigen massiv steigen. „Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln und unsere Stadt gestalten,“ fordert  Christian Schoen. Nur vorausschauendes Handeln biete die Chance, dass sich in Ansbach Familien wohlfühlen und Kinder in einem anregenden Ambiente mit besten Chancen aufwachsen. Ansbach fehle hier grundlegend ein Image und es bedürfe konkreter Leitbilder, an denen sich eine nachhaltige Stadtentwicklung orientieren muss. Die Leitbilder wie ökonomischer Erfolg, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verträglichkeit müssten in transparenten Prozessen mit ernstgemeinter Bürgerbeteiligung in eine visionäre Stadtplanung umgesetzt werden. Dr. Schoen betonte, dass wirtschaftlicher Erfolg dafür eine wesentliche Grundlage sei. Neugründungen und Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Unternehmungen müssten verstärkt gefördert werden. Eine moderate Steuer- und Abgabepolitik schaffe Investitions- und Ansiedlungsanreize.

Attraktivität steigern, für eine lebendige Innenstadt und erhöhte Lebensqualität Für den Kandidaten der Grünen ist die Steigerung der gesamten Attraktivität der Stadt ein wesentlicher Programmpunkt. Es muss darum gehen, die Innenstadt als attraktiven Erlebnis-, Wohn- und Geschäftsraum zu entwickeln. Dazu gehört nach seinen Aussagen neben der Anzahl und der Qualität der Geschäfte, der Gastronomie und des Übernachtungsangebotes auch das „Erlebnisangebot“ der Stadt und damit die Entwicklung von Alleinstellungsmerkmalen. Das Herz von Ansbach ist das alte Stadtzentrum. Hier muss die historische Bausubstanz viel stärker hervorgehoben werden und Neubauten müssen hochwertige Gestaltungskriterien einhalten. Beispielsweise sind die bisher veröffentlichten Pläne für den Komplex Rathaus/Schrammhaus, die eine Zerstörung des historischen Ensembles vorsehen, nicht akzeptabel. Die Innenstadt braucht mehr Förderung, das Citymarketing muss ernster genommen werden und die Kommunikation zwischen den einzelnen Beteiligten muss auf Augenhöhe erfolgen – hier sind deutliche und hinderliche Defizite ersichtlich. Dazu muss auch die Verkehrs- und Parkplatzsituation verbessert werden. Die Weiterentwicklung des ÖPNV ist in Ansbach noch nicht abgeschlossen, es gilt, den Busverkehr besser auf die Ansbacher Verhältnisse abzustimmen, das Angebot zu verbessern und so die Fahrgastzahlen zu erhöhen. Fahrrad, Auto und Fußgänger sind gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer.

Ansbach als Kulturstadt, Ansbach als Hochschulstadt Ein bedeutsames ausbaufähiges Feld ist der Tourismus. Dr. Schoen betont, dass Ansbach als Kulturstadt für den nationalen und internationalen Fremdenverkehr sich wesentlich attraktiver präsentieren und das Marketing verbessern muss, um so mehr Zielgruppen zu erreichen. Tourismus ist wie die Kreativwirtschaft ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor, den man intensiv ausbauen muss.

Ein wesentlicher Baustein für die Zukunft Ansbachs ist die Hochschule. Die Zusammenarbeit zwischen Kommune, Wirtschaft und Hochschule muss verbessert werden. Das studentische Leben sollte in der Stadt präsenter werden. In Ansbach soll ein innovativer Geist sichtbar werden.

Lärmschutz hat Priorität Ansbach ist ein laute Stadt. Zwei Bundesstraßen und die Bahnstrecken sind bereits eine erhebliche Belastung. Unzumutbar sind die Flugaktivitäten am Hubschrauberstandort Katterbach, und dieser Lärm ist deutlich zu reduzieren. Dr. Christian Schoen will sich in einem ersten Schritt für eine massive Einschränkung der Flugaktivitäten stark machen. Weiterführend schlägt er vor, eine detaillierte und wissenschaftlich fundierte Studie zur US-Militär-Präsenz inklusive Konversionsplan erarbeiten zu lassen. Damit würden einerseits die faktischen wirtschaftlichen Auswirkungen des Militärstandorts offengelegt werden. Andererseits ließen sich so die Belastungen für die Stadt durch einen möglichen Abzug abschätzen, aber auch die Perspektiven, die sich ergeben würden.

Im Anschluss an den Vortrag ergab sich eine lebhafte und interessante Diskussion zwischen Publikum und dem Kandidaten.

Die weiteren Abende zu den Themen „Soziale Stadt“  und „Die Zukunft der Stadt!“ finden am 5. und 26.2. statt.
MS

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