Ansbach Plus | 16. August 2017 AN + | 16.08.2017

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Die Kriminalpolizeiinspektion Ansbach warnt vor in letzter Zeit gehäuft auftretenden Fällen von Vorauszahlungsbetrug.

Kriminaloberrat Hermann Lennert und 1. Kriminalhauptkommissar Norbert Bayer

Kriminaloberrat Hermann Lennert und 1. Kriminalhauptkommissar Norbert Bayer

Norbert Bayer, 1. Kriminalhauptkommissar, rät zur Vorsicht, wenn vermeintlich lukrative Gewinn- oder Erbschaftsversprechen ins Haus flattern. Die Verfasser solcher Schreiben, bekannt geworden unter dem Namen „Nigeria-Connection“, entwickeln ein hohes Maß an Phantasie und Kriminalität, wenn es darum geht ihre Opfer zu blenden. Um dem Gewinner oder Erben das in Aussicht gestellte Vermögen zukommen lassen zu können, sei lediglich eine Vorzahlung, zum Beispiel für entstehende Zoll- oder Notar-Gebühren, erforderlich. Lässt sich das Opfer darauf ein, tauchen entweder weitere mit Geldforderungen in Zusammenhang stehende „Probleme“ auf, oder die Scammer (Betrüger) brechen den Kontakt ab.

Zum finanziellen Verlust des Einzelnen, nicht selten in fünfstelliger Höhe, kommt, so Hermann Lennert, Kriminaloberrat, meist noch hinzu, dass sich das Opfer in hohem Maße dafür schämt, auf den Betrug hereingefallen zu sein. Aufgrund dessen werde dann oft darauf verzichtet, das Delikt zur Anzeige zu bringen, weshalb von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist.

Noch dreister, weil hier noch mehr mit den Gefühlen der Opfer gespielt und deren Sehnsucht nach wahrer Liebe missbraucht wird, gehen die Betrüger beim sog. Love / Romance Scamming vor: Mit Fotos attraktiver Männer und Frauen erstellen die „Heiratsschwindler“ auf Online-Singlebörsen Fake-Profile. Sobald ein Kontakt reger wird, und Vertrauen aufgebaut wurde, wird dem Opfer beispielsweise ein Unglück vorgetäuscht, um es zur Zahlung für den „Traumpartner“ zu veranlassen.

Den Vorauszahlungsbetrug gibt es in vielerlei Varianten, die genannten Vorgehensweisen sind lediglich beispielhaft. Deshalb:

Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen hohe Gewinne in Aussicht gestellt werden. Überweisen Sie keine Geldbeträge; auch dann nicht, wenn die zu tätigende Zahlung im Vergleich zum erwarteten Profit relativ niedrig ist.

Wenden Sie sich bei verdächtigen Angeboten oder erlittenem Betrug an Ihre Polizei: 0981 – 90 94 0

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