Ansbach Plus | 19. August 2017 AN + | 19.08.2017

Berichtchen über FLZ-Artikel (Nr. 82) bezüglich der Hofgartenschließung

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Von Markus Kleiner:

Erneut hat sich der Hofgarten-Markgraf die Ehre gegeben uns mit einer postiven Bilanz zu erfreuen. Es gibt weniger Müll, weniger Schäden und weniger Störungen durch nächtliche Feiern. Letzteres sorgt aber schon für Verwirrung. Denn welche Störungen meint Herr Buchner? Wenn er darunter Lärmbelästigung versteht, betrifft diese wohl nur die unmittelbaren Anwohner der Bahnhofstraße, diese haben aber eine Bürgerinitiative ins leben gerufen, als Protest gegen die Schließung. Dasselbe gilt wohl auch für den Absatz wo von Leuten berichtet wird, die sich durch nächtliche Gesellschaften gestört fühlten, die bis in die Puppen feiern würden. Wenn es wirklich so schlimm wäre müssten doch gerade die Anwohner für die Schließung sein. Aber vielleicht übertönen die Bass-Anlagen der Autogangs, die sich zu nächtlicher Stunde regelmäßig an der angrenzenden Tankstelle treffen einfach das Problem.

Die neue Hofgarten-Ästhetik mit Baugitter als Zaun

Die neue Hofgarten-Ästhetik mit Baugitter als Zaun

Ein starkes Argument für die Schließung sieht Herr Buchner in der Tatsache, dass um 21 Uhr wenn der Schließdienst seine Runde fährt kaum mehr Leute anzutreffen seien. Der aufmerksame Beobachter kann hier nur müde lächeln. Denn erst seit nunmehr 3 Wochen gilt diese Zeit. Als wären die Szenen aus den Vormonaten vergessen, in denen der Park um 17 bzw. 18 Uhr dicht gemacht wurde und die Sheriffs des Hofgartenforests die Leute zu den Ausgängen drängten. Besonders enttäuschend war es für die Kinder, die an den, dieses Jahr, ohnehin raren Schneetagen am traditionellen Schlittenberg sich amüsierten. Ab 17 bzw. 18 Uhr war Schicht im Schacht, obwohl das Tageslicht für eine halbe, meistens sogar noch für eine weitere Stunde ausgereicht hätte.

An dieser Stelle sollte auch auf die besagten Fahrten des Sicherheitsdienstes eingegangen werden. Denn wie Herr Buchner schon sehr schön bemerkt hat sehen die Ansbacher den Hofgarten als ihren Park an und sind gerade deswegen sehr besorgt über die Schäden, die das ständige Befahren der Wege durch PKWs des Sicherheitsdienstes nach sich zieht.

Eigentlich sollte der Schutz der Wege Herrn Buchner am Herzen liegen.

Im Laufe der Zeit wird es zu enormen Schlaglöchern kommen, die zusammen mit den Spurrillen nicht gerade zur Attraktivität des Hofgartens beitragen werden.

Denn auch wenn der Franke eher abweisend und forsch daherkommt ist er doch Ästhet und möchte lieber eine malerische Parkidylle als abgefahrenen Feldwegcharme.

Völlig aus der Luft gegriffen ist auch die Aussage, dass geschlossene Parkanlagen Tradition haben. Fakt ist, dass es drei große Parks in Bayern mit Öffnungszeiten gibt. Das wären der Schlossgarten in Aschaffenburg, der Hofgarten in Würzburg sowie der Schlosspark Nymphenburg in München. Dem gegenüber stehen über 10 ähnliche Anlagen die ganzjährig geöffnet sind. Das größte Areal ist wohl hierbei der Englische Garten in München, vielleicht wäre das eine neues berufliche Terrain für Herrn Buchner das es zu anvisieren gilt. Die Münchner würden Sturm laufen soviel ist sicher.

Interessant ist, dass Herr Buchner immer noch kein Wort über die horrenden Mehrkosten seines Projektes Hofgartenschließung verlauten lässt. Eine Anfrage beim bayerischen Rechnungshof wäre es sicher wert, schließlich geht es hier um unsere Steuergelder. Man sollte sich vor Augen führen, dass der letzte Akt von Vandalismus, der dann schlussendlich zur Schließung führte, sich damals auf 150€ belaufen hat. Ironischerweise genau der Betrag der durch die Beschädigung des im Artikel erwähnten Tores entstanden ist.

Da ist es auch nicht verwunderlich, dass Herr Buchner die Schäden an den äußeren Begrenzungshecken, die durch nächtliche Besucher entstehen elegant unter den Tisch fallen lässt. Lückenhafte Darstellung und lückenhafte Hecken passen halt zusammen. Die Löcher versucht Herr Buchner übrigens gerade zu stopfen: Mit stilvollen billigen Stahlbetongittern, die einen Hauch von Baustelle vermitteln.

Alles in allem bleibt die Hoffnung, dass die Oberbürgermeisterin sich doch noch Gehör verschaffen kann. Es ist erfreulich, dass sie diese Sache noch nicht zu den Akten gelegt hat, wie die Bürger, die sich bisher an der noch laufenden Unterschriftenaktion beteiligt haben, sowie alle anderen die dieses Thema noch immer beschäftigt.

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